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28. Juli 2009 Presseecho, KV Göppingen

LESERBRIEF Zu: Wurde Linken Zutritt verweigert? 24. 7. 2009

Zwei Erklärungen an Eides statt

Gerüchte werden erst geglaubt, wenn Sie dementiert werden!" Die Flucht
vor der Wahrheit steht Nicole Razavi, Kreisvorsitzende der CDU, und
Bürgermeister Jürgen Lenz nicht gut zu Gesicht. Natürlich kann ich gut
verstehen, dass die Enttäuschung groß war, dass ihre Veranstaltung nicht
so rund gelaufen ist, wie sie sich das vorgestellt hatten. Nach der
Berichterstattung haftet jetzt durch ihr ungeschicktes Verhalten ein
"Gschmäckle" am CDU- Wahlkampfauftakt!

Jeder Politprofi muss mit Aktionen und Reaktionen des politischen Gegners,
vor allem im Wahlkampf, rechnen! Ich hatte bisher nicht nur einmal ein
Zusammentreffen mit Mitgliedern der Jungen Union. Da muss "man/frau"
durch! Allerdings hätte ich erwartet, dass die CDU und der Bürgermeister
mit den "Handvoll Linken" etwas souveräner umgehen. Dass sie, nachdem der
erste Schreck und Wut über unsere kleine Demonstration überwunden war,
sich auf einen guten demokratischen Stil zurückbesonnen haben und das
Hausverbot aufhoben, war ein gutes Zeichen und wurde von mir auch als
solches gesehen! Traurig ist jetzt nur, dass die eine nicht Frau und der
andere nicht Manns genug ist, zu einem Fehler zu stehen und die
Aussperrung heftig dementieren, obwohl inzwischen zwei Erklärungen an
Eides statt durch Zeugen vorliegen, die die Zutrittsverweigerung im
Auftrag von Frau Razavi und Herrn Lenz bestätigen!

Die Linke wollte gegen die Kriegspolitik der Großen Koalition
demonstrieren, nicht mehr und nicht weniger! Das ist gelungen! Wir werden
nicht versuchen, aus dem schlechten politischen Stil der Veranstalter
Profit zu schlagen und die Sache nicht mehr weiter verfolgen. Die Linke
ist im Kreis Geislingen- Göppingen angekommen und das scheint jetzt auch
die CDU kapiert zu haben. Jetzt muss sie nur noch lernen, damit gelassener
und professioneller umzugehen.

Christian Stähle, Stadtrat Göppingen, DIE LINKE.