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13. Juni 2009 Meldung, KV Breisgau/Hochschwarzwald

Zur Militärparade der deutsch-französischen Brigade in Müllheim

In all den zurück liegenden Jahren konnten die Bürgerinnen und Bürger von Müllheim ausgelassen, mit Freude und viel Spaß ihr Stadtfest feiern. Doch in diesem Jahr wird alles anders sein.

Das Stadtfest wird militarisiert

Die deutsch-französische Brigade begeht im Oktober ihr 20 jähriges Bestehen. Und mit viel Tamm Tamm, Säbelrasseln und Muskelspielen wird in allen drei Standorten – Müllheim, Immendingen und Donaueschingen - dieses Jubiläum gefeiert. Dazu wird das Stadtfest in Müllheim am 26./27. Juni missbraucht. Man lässt 1500 Soldatinnen und Soldaten mit leichter Bewaffnung am Morgen des 27.Juni durch die Straßen von Müllheim marschieren. Da werden Erinnerungen wach an schlimmste Kapitel deutscher Geschichte. Diese Art von Machtdemonstration gehört nicht in den zivilen Raum.

Darauf hingewiesen werden muss auch, dass diese Brigade in den Kampfaktionen in Afgahnistan, mit vielen Opfern unter der Zivilbevölkerung, eingebunden ist. Erst am 12. Juni war einer Zeitungsmeldung zu entnehmen, dass bei einem Luftangriff US-geführter Koalitionstruppen sechs Kinder und vier weitere Zivilisten getötet wurden. Abscheulich! Unverständlich ist deshalb, mit welcher Vehemenz der Bürgermeister von Müllheim, Lohs, der immerhin ein “C” in seinem Parteinamen trägt, die Durchführung dieses Aufmarsches befürwortet und sich jeglicher Art von Kritik zur Militärparade verschließt.

Der Friedensrat Markgräfler Land ruft zum Widerstand und Protestaktionen auf!
Dem schließt sich die Partei Die Linke an.
Wir rufen unsere Genossinnen und Genossen auf, kommt nach Müllheim und zeigt, dass Die Linke es mit ihrer Friedenspolitik ernst meint.

 

 

Volker Siebenhüner
Mitglied des Vorstandes des Kreisverbandes Breisgau-Hochschwarzwald der Partei Die Linke