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29. November 2009 Presseecho, KV Heidelberg/Rhein-Neckar

Die Linke Rhein-Neckar befragt Landratskandidatin Regele

[sinsheim-net.de vom 29. November 2009]

(shn/cl) - Die Linke ist seit den letzten Kommunalwahlen am 17. Juni 2009 als neue politische Kraft auch im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises vertreten. Der derzeit amtierende Landrat des Rhein-Neckar-Kreises heißt Dr. Jürgen Schütz. Im nächsten Jahr allerdings will  der Kreistag seinen Nachfolger bestimmen. Zahlreiche Persönlichkeiten kandidieren für dieses Amt.

Die Kreisräte der Linkspartei im Landkreis Rhein-Neckar haben auch in der letzten Woche ihre Tour fortgesetzt, bei der sie die Kandidaten für das im Februar neu zu wählende Amt des Landrats besuchen und auf ihre Politik hin befragen. Bereits in den letzten Wochen fanden hierzu Gespräche der linken Kreisräte mit dem Kandidaten der SPD, dem Sinsheimer Oberbürgermeister Rolf Geinert sowie mit dem St. Leon-Roter Bürgermeister Alexander Eger als parteilosen Kandidaten der FDP, statt.

Der dritte Bewerber, der sich nun den Kreisräten der Linken vorstellte, war die parteilose Journalistin Sabine Regele aus Heidelberg, die auch Diakoniewissenschaften studiert hat. Im Landratsamt traf sie sich mit den Kreisräten Dr. Edgar Wunder und Carsten Labudda und stellte sich und ihre Ziele vor.

Sabine Regele wolle als Landrätin den Menschen wieder in den Mittelpunkt der Politik rücken. Deshalb plant sie, einen dialogorientierten Politikstil im Landratsamt zu etablieren, mit dem sie der manchmal mangelhaft wirkenden Transparenz bei der Entscheidungsfindung im Kreis entgegen wirken will.

So habe sie bereits jetzt unter der Adresse NeueLandraetin@aol.comDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. einen öffentlichen Internet-Briefkasten eingerichtet, über den sie jederzeit für die Bürgerinnen und Bürger ansprechbar sei. Die Erreichbarkeit für die Einwohner des Kreises sei ihr wichtig, um stets die Wünsche und Vorstellungen der Menschen zu kennen, die durch den Landrat vertreten werden.

Um den Bürgern entgegen zu kommen, wolle sie auch durchsetzen, dass der Kreis flächendeckend in den Städten und Gemeinden präsent ist, wodurch die Menschen keine langen Wege mehr in Kauf nehmen müssten, wenn sie ein Anliegen an den Kreis haben.

Außerdem wolle sie als Landrätin Bürgersprechstunden an wechselnden Orten im Kreis anbieten und ein jährliches Kreisfest einführen, dass an wechselnden Orten stattfinden soll. Auch auf diese Weise will sie den ständigen Kontakt mit den Bürgern suchen, um eine „Landrätin auf Augenhöhen" zu sein und um den Rhein-Neckar-Kreis bekannter zu machen.

Wie die anderen Kandidaten sieht auch Regele die finanziellen Schwierigkeiten des Kreises, die durch die Wirtschaftskrise und durch die Politik in Bund und Land verursacht wurde. Ihr Credo beim Umgang mit dieser Lage lautet: „Es darf nicht auf dem Rücken der Menschen gespart werden."

Insbesondere die Kinder und Jugendlichen müssten vor Einsparungen geschützt werden. Im Gegenteil - hier müsse der Kreis dafür sorge tragen, dass mehr Mittel bereit gestellt werden. Sabine Regele will an den Schulen des Kreises ein kostenloses Mittagessen einführen. Dabei gehe es ihr nicht nur um das leibliche Wohl der Kinder und Jugendlichen. Ein gemeinsames Mittagessen konstituiere auch einen Ort des sozialen Miteinanders und der Kommunikation. Gerade in Zeiten der zunehmenden Vereinzelung der Menschen sei dies von herausgehobener Wichtigkeit. Kostenlos solle das Mittagessen an den Schulen sein, weil dieses Angebot für jeden nutzbar sein soll.

Ein wichtiges Anliegen der Linken ist eine größere Offenheit und Transparenz in der Kreispolitik. Auf Anfrage des linken Kreisrates Carsten Labudda hin erklärte Sabine Regele, sie sei gern bereit, sich mit den anderen Bewerbern bei Podiumsdiskussionen der Öffentlichkeit vorzustellen und verband damit die Hoffnung, dass es dabei nicht zu einem puren Schaulaufen komme, sondern dass dabei eine ernsthafte Debatte über die Zukunft des Rhein-Neckar-Kreises geführt werde.

Die Kreisräte der Linken dankten Sabine Regele für das freundlichen Gespräch und die umfangreiche Vorstellung. Die Entscheidung, wen sie unterstützen, werden sie allerdings erst fällen, nachdem sie mit allen Kandidaten gesprochen und deren politische Vorhaben verglichen haben.