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27. November 2009 Pressemitteilung, KV Esslingen

Plochinger LINKE sieht Chaos im Schulsystem von Baden-Württemberg

Der Bankrott des neoliberalen Kapitalismus durchzieht alle Lebensbereiche. Der Bürger muss sich auf höhere Kosten für Energie und andere daseinswichtige Güter einstellen, die öffentliche Sicherheit wird bald nicht mehr gewährleistet sein, weil das Geld für eine ordnungsgemäße Ausstattung der Polizei mit Personal und Material fehlt. Entsprechendes gilt für Universitäten, Schulen u.a. Bildungsstätten. Anstatt endlich wie in anderen Bundesländern das kostspielige dreigliedrige Schulsystem (Hauptschule/ Realschule/ Gymnasium) abzuschaffen, schafft die CDU/FDP Landesregierung ein Chaos. Gemeinsames Lernen aller Schüler bis zur 10. Klasse und ein verbesserter Förderunterricht soll weiter nicht möglich sein. Kleine, leistungsfähige Hauptschulen sollen aufgegeben werden. Zentrale, neue Werkrealschulen sollen entstehen, für deren größere Effizienz es keinerlei Hinweise gibt. Wo die Lehrer für dieses neue Schulform herkommen sollen ist nicht erkennbar, weil keine Hauptschule gegen den Willen des Trägers geschlossen werden darf .Weshalb die 10 Klasse aufgespalten werden soll in einen Berufschulbereich und einen Werkreal-schulbereich ist nicht erkennbar. Die bisherige Regelung, nach dem Hauptschulabschluss zwei Jahre Berufsfachschule anzubieten hätte den gleichen Effekt – ohne Desorientierung von Schülern und Eltern und ohne oftmals lange Fahrzeiten. Es ist schiere Ideologie, die Hauptschulen auch aus Einsparungsgründen allmählich abzuwürgen und sie durch ein chaotisches, neues Schulmonster zu ersetzen, dessen Absolventen das gleiche Stigma tragen wie die jetzigen Hauptschüler. DIE LINKE fordert „eine Schule für alle“, um die soziale Auslese im Schulsystem zu beenden und die Fähigkeiten jedes einzelnen Jugendlichen zu fördern.