Göppingen Die Debatte über die Zukunft des Göppinger Stromnetzes nach dem Auslaufen der Konzessionsverträge im Jahr 2012 geht weiter. Nach den Fraktionen der VUB und der Grünen setzt sich jetzt auch die Linke kritisch mit den Erklärungen von Oberbürgermeister Guido Till zu diesem Thema auseinander. Als "neoliberalen Ansatz" bezeichnet Stadtrat Christian Stähle die Ankündigung der Stadtverwaltung, die Entscheidung über die Zukunft des Stromnetzes auch "von einem klaren Kosten-Nutzen-Konzept" abhängig machen zu wollen. Till hatte betont, es müsse ersichtlich sein, "mit welchem Ertrag gerechnet werden kann und welches unternehmerische Risiko damit verbunden ist". Die Linke sieht das als ein reines "Abkupfern" von Profitdenken. Von "weitsichtigen Mitgliedern des Göppinger Gemeinderates" werde dagegen versucht, das Stromnetz zurückzukaufen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Aussage, der Netzbetrieb sei unabhängig von den Stromanbietern, bezeichnete die Linke als "Halbwahrheit". "Wer das Netz hat", so die Pressemitteilung weiter, "bestimmt den Strompreis - das muss in unsere Hand zurück, um günstigen Strom anbieten zu können, sonst wandert die Industrie ab und wir verlieren Arbeitsplätze." 
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