DIE LINKE Stuttgart ruft zur Teilnahme am Protest gegen das öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr auf, das am 30. Juli 2010 auf dem Stuttgarter Schlossplatz stattfinden soll.
Nach 11 Jahren versucht die Bundeswehr wieder ein öffentliches Gelöbnis in unserer Stadt durchzuführen. Durch die öffentliche Zurschaustellung soll schrittweise eine Militarisierung der Gesellschaft vorangetrieben werden. Dieses Militärspektakel dient unter anderem dem Zweck eine erhöhte gesellschaftliche Akzeptanz bezüglich der Kriegseinsätze zu erreichen und diese damit zu verharmlosen. Die deutschen Bundeswehr wird bei weitem nicht nur zur Friedenssicherung eingesetzt, sondern verwandelt sich mehr und mehr in eine weltweit einsetzbare Angriffsarmee, die die deutschen Interessen vertreten soll. Dabei sprechen wir von geostrategischen, politischen, vor allem aber von wirtschaftlichen Interessen die da dahinter stehen. Es darf nicht vergessen werden, dass bei solchen Einsätzen, wie wir sie in Afghanistan sehen, nicht nur Soldaten sondern auch unschuldige Zivilisten und Kinder sterben. Durch Spektakel wie die der Gelöbnisse versucht man so einen gesellschaftlichen Rückhalt für das Morden in aller Welt zu schaffen.
DIE LINKE findet es außerdem skandalös, dass das Ordnungsamt der Stadt Stuttgart den Friedensaktivisten Steine in den Weg legt. Stattdessen wird zugelassen, dass sich die Bundeswehr in unseren Schulen breitmacht und Offiziere versuchen, ihre todbringende Propaganda bei unschuldigen Kindern jungen Menschen anzubringen.
Wir sollten dem jungen Menschen ein friedliches Miteinander beibringen, anstatt sie wieder in den Krieg zu schicken. Wir wollen den Rekrutierungsmaßnahmen der Bundeswehr vehement entgegentreten.
Deshalb rufen wir alle friedliebenden Menschen auf, sich an den Protesten des Bündnisses „GelöbNix Stuttgart“ zu beteiligen. Am Freitag den 30 Juli wollen wir gemeinsam vor dem Neuen Schloss in Stuttgart unseren Protest auf die Straße tragen: Gegen das öffentliche Werben fürs Sterben! Nie wieder soll von deutschem Boden Krieg ausgehen!
"Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg. Man drehe diesem Kram den Rücken zu oder bekämpfe ihn aktiv." (Kurt Tucholsky)
Marta Aparicio & Brigitte Tilgner