
Gewählte Kandidaten und Ersatzkandidaten v.l.n.r.: S. Becker, K.Inan, E.Broß, L.Oßwald, V.Langner, R.Bross
DIE LINKE in der Ortenau wählte am Freitag, 30.07.10, im Telekom – Casino in Offenburg ihre Kandidaten und Ersatzkandidaten für die Landtagswahl 2011 in Baden – Württemberg.
Dabei fanden an einem Abend 3 voneinander vollständig unabhängige Wahlversammlungen für die Kandidaten der 3 im Kreisverband Ortenau der Partei vertretenen Wahlkreise Kehl, Lahr und Offenburg statt.
Der Einladung des Kreisvorstandes waren insgesamt knapp 30 Mitglieder und Interessenten gefolgt, die sich um 18.15 Uhr in den Räumlichkeiten der Telekom einfanden. Den Abend eröffnete der Kreisvorsitzende Markus Widera mit einer allgemeinen Begrüßung und einer politischen Einleitung.
Dabei erläuterte er nicht nur das baden – württembergische Landtagswahlgesetz in Zusammenhang mit der Notwendigkeit der 3 voneinander inhaltlich getrennten Wahlversammlungen, sondern ging auch auf die Wichtigkeit des Einzugs der LINKEN in den Landtag Baden – Württemberg ein. Dieser wäre ein wichtiger Marker für die angestrebte Ablösung der schwarz - gelben Regierung im Land. Beispielhaft dafür nannte er die vorangegangenen Wahlen in NRW. Im zweiten Abschnitt seiner Einleitungsrede ging Widera auf einige Ziele linker Politik in Baden – Württemberg ein, dabei unter anderem auf Bildungs- und Energiepolitik, und legte deutlich dar, dass eine etwaige Regierungsunterstützung durch DIE LINKE nur dann möglich sein kann, wenn die entsprechende Regierung sich klar gegen weiteren Sozialabbau und Lohndumping positioniere.
Nach Widera erhielt Dorothee Diehm vom Geschäftsführenden Landesvorstand DIE LINKE. Ba - Wü das Wort. Auch sie berichtete kurz über die Landespolitik und das Landtagswahlprogramm der LINKEN und sprach dann kurz über die Erfahrungen der Genossinnen und Genossen in Nordrhein – Westfalen, die unter anderem durch einen intensiven Wahlkampf und ein gutes Wahlprogramm den Einzug in den Landtag geschafft haben.
Nach Erledigung der Formalien galt der erste Abschnitt der Wahlversammlung dem Wahlkreis Nummer 52 Kehl, in welchem sich Esther Broß, Studentin aus Kehl, den anwesenden Wahlberechtigten zur Wahl stellte. In ihrer Vorstellung ging Broß unter anderem auf ihre Ziele in der Landespolitik, zum Beispiel Bildung und Antifaschismus ein. Im darauf folgenden Wahlgang wurde Broß mit 100% der Stimmen zur Kandidatin des Wahlkreises Kehl gewählt. Zu ihrem Ersatzkandidaten nominierten die anwesenden Genossinnen und Genossen Sören Becker, Rettungsassistent aus Willstätt.
Es schloss sich nach Beendigung der Wahlgänge für den Wahlkreis Kehl die Wahl der Kandidaten für den Wahlkreis Nummer 51 Offenburg an. Hier stellten sich als Kandidaten die Genossin Karin Inan und der Genosse Reinhard Bross, Selbstständiger aus Schutterwald, den Anwesenden vor. Sowohl Inan als auch Bross, der als Kreisrat für DIE LINKE im Ortenauer Kreistag sitzt, legten ihre Ziele und Beweggründe für die Kandidatur vielschichtig und mit teils großem Enthusiasmus dar. Im anschließenden Wahlgang oblag es nun den anwesenden Wahlberechtigten, sich zwischen den beiden Kandidaten zu entscheiden. Sie sprachen im ersten Wahlgang Reinhard Bross mit der Mehrheit der Stimmen ihr Vertrauen aus und wählten ihn damit zum Kandidaten der Partei für den Wahlkreis Offenburg. Karin Inan trat als Ersatzkandidatin gegen Rolf Rist aus Offenburg (dieser kandidierte in Abwesenheit), gegen welchen sie sich im ersten Wahlgang durchsetzen konnte.
Die abschließende Wahlversammlung galt dem Wahlkreis 50 Lahr. Lukas Oßwald, Selbstständiger aus Lahr und Dieter Hampel, Frührentner aus Friesenheim, kandidierten und stellten sich den Anwesenden in jeweils einer persönlichen Rede vor. Die anschließende Möglichkeit des Plenums, Fragen an die Kandidaten zu stellen, wurde reichlich genutzt. Besonders Oßwald gelang es dabei, seine Meinung zu speziellen Fragen noch einmal zu verdeutlichen. Im anschließenden Wahlgang konnte der Genosse Lukas Oßwald die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen und wurde somit als Kandidat für den Wahlkreis Lahr bestätigt. Bei der Nominierung des Ersatzkandidaten trat erneut Dieter Hampel an, der sich aber gegen seinen Mitbewerber Volker Langner aus Friesenheim nicht durchsetzen konnte. Dieser wurde mit Mehrheitsmeinung des Gremiums als Ersatzkandidat nominiert.
Der Kreisvorstand beglückwünschte alle gewählten Kandidatinnen und Kandidaten der Partei DIE LINKE. Ortenau und wünschte ihnen und allen Anwesenden viel Kraft und Erfolg für den nun folgenden Wahlkampf.
Ebenfalls dankten die Wahlkommission und der Kreisvorstand den gekommenen Genossinnen und Genossen für ihr zahlreiches Erscheinen und die disziplinierte Durchführung der Wahlvorgänge, bevor die Versammlung mit einem Fototermin für die Presse beendet wurde.
Berichte der Lokalpresse zu den Wahlveranstaltungen: