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31. Juli 2010 KV Stuttgart, Meldung

Was für ein Armutszeugnis!

Eine Stadt schützt sich in einer Nacht und Nebel Aktion vor ihren Bürgern!

Etwas 1.500 S21-Gegner folgten am Freitagabend dem Ruf „die Bagger rücken an!“. Die Stadt nutzte die Polizeipräsenz durch das Bundeswehr-Gelöbnis, den Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs abriegeln zu lassen, damit der erste Bagger vorfahren konnte. Die Gegner reagierten mit einem lautstarken Protest. Es folgten Sitzblockaden vor dem Nordausgang bei denen auch Hannes Rockenbauch, Bernd Riexinger, Tom Adler, Annette Groth und hunderte andere Gegner des Wahnsinnsprojekts dabei waren. Die Kreuzung vor dem Bahnhof wurde blockiert. Und das alles, nachdem im Laufe dieser Woche das Projekt massiven Gegenwind erhielt. Verschiedene Veröffentlichungen, unter anderem des Züricher Verkehrsgutachterbüros SMA und bekanntgewordene Kostensteigerungen in der Berechnung der Neubaustrecke nach Ulm, in Höhe von 865 Millionen Euro (lt.Stgt.Zeitung vom 30.07.10), bringen immer wieder die wahnwitzige Idee zu Tage. Wenn sie denn nur „witzig“ wäre. Doch dass es die Stadtobersten ernst meinen, haben Sie deutlich gemacht. Aber die Proteste gehen weiter. Stärker, lauter und wütender. Wir fordern den sofortigen Abbruch aller Abrissarbeiten.

Dagmar Uhlig