Die Zeit ist reif für einen grundlegenden Politikwechsel im „Kinderland“ Baden-Württemberg. Für dieses Ziel will sich der Kreisverband Tübingen der Linken gemeinsam einsetzen und rechnet sich gute Chancen aus, bei der nächsten Landtagswahl im März 2011 eine Abgeordnete oder einen Abgeordneten in den Landtag zu entsenden.
Das Versagen in der Schulpolitik, der Atomlobbyismus, der Stuttgart-21-Wahnsinn, die Hilflosigkeit bei der Krisenüberwindung, die Vernachlässigung solider Gemeindefinanzen und die willkürlichen Sozialkürzungen auf dem Rücken von Kindern, Familien, Arbeitslosen und Rentnern – täglich wird die Liste der schwarz-gelben Zumutungen länger und unerträglicher. Deshalb braucht die Bevölkerung eine soziale Opposition mit Rückgrat, die endlich wieder die Interessen und den wachsenden Protest von Arbeitslosen, Beschäftigten, Familien und Kindern im Landtag einbringt.
Seit der Gründung der Linken hat sich die Mitgliederzahl fast verdoppelt, wurde ein Ortsverband in Rottenburg gegründet und nahm die Anzahl der Mandatsträger in den Gemeinderäten Tübingen, Rottenburg und im Kreistag zu. Aufgrund der vielfältigen und jahrelangen Erfahrungen in den Gremien, in sozialen Initiativen wie z.B. in der Kreisarmutskonferenz, im DGB-Arbeitskreis und in Gewerkschaftsgliederungen verfügt der Kreisverband über ein reichhaltiges Angebot an Kandidatinnen und Kandidaten. Für den verkleinerten Wahlkreis Tübingen haben sich fünf Bewerber(innen) gemeldet, die Soziologin und Religionswissenschaftlerin Claudia Haydt (43), der Wirtschaftsinformatiker Stephan Lorent (48), der Stadtrat und Lehrer Dr. Emanuel Peter (58 Jahre), der gelernte Bankkaufmann Wolfgang Schäfer (51) und der Kreisrat und Landesgeschäftsführer der Linken Bernhard Strasdeit (55).
Auf zwei Wahlveranstaltungen werden sich die Kandidatin und die Kandidaten vorstellen, am 20. Juli in Tübingen und am 28. Juli in Rottenburg, bevor eine Wahlkreisversammlung Mitte September über die Kandidaturen beschließt. Der Kreisvorstand betont, dass im Unterschied zur CDU, alle Versammlungen und Diskussionen öffentlich und solidarisch sein werden.