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22. März 2010 Meldung, KV Heilbronn

Nicht auf unserem Rücken

Die DGB-Region Nordwürttemberg und ihre Einzelgewerkschaften haben zusammen mit dem Stuttgarter Bündnis "Wir zahlen nicht für eure Krise" zu einer Protestaktion am 20. März aufgerufen. Es kamen 3000 Menschen in die Stuttgarter Innenstadt. DIE LINKE hatte für diese Veranstaltung, u.a. hier in Heilbronn, geworben und war dort zahlreich vertreten, wie die vielen LINKE-Fahnen zeigten.

Bei der bunte Veranstaltung mit Tanzbeiträgen und Rapsongs gab es klare Worte gegen die aktuelle Regierungspolitik. Der Vorsitzende der DGB-Region, Bernhard Löffler, sprach von der Gefahr, dass die Prinzipien der Sozialstaatlichkeit und mit ihnen die Menschen untergehen könnten. Aber: "Wir stemmen uns mit aller Kraft gegen die gesellschaftliche Entsolidarisierung und treten dafür ein, dass dies ein Land mit Chancen für junge und alte Menschen, ein Land mit sozialer Gerechtigkeit, mit einem vernünftigen und erfolgreichen Bildungssystem und einer lebenswerten Umwelt wird. Wir wollen ein Land, in dem wir friedlich miteinander leben und arbeiten können! Lasst uns dafür gemeinsam kämpfen!"

Von aktueller Gefahr konnte der Betriebsratsvorsitzende des Getrag-Standortes Ludwigsburg, Joachim Plucis, berichten. In dem Betrieb wurden in den letzten Jahren bereits zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut. Nun droht dem Standort die Schließung, trotz einer Beschäftigungssicherung bis Ende 2012. Es fehlte die notwendige Transparenz von Firmenseite, dem Betriebsrat wurden bislang keine Zahlen vorgelegt. Im Standort gab es bis jetzt keine Kurzarbeit. - Es besteht der Verdacht, dass die Krise als Vorwand zur Verlagerung der Produktion genutzt wird. fv