Zur gestrigen Informations- und Diskussionsveranstaltung der Fraktionsgemeinschaft SÖS und Linke mit dem Stadtrat Gangolf Stocker (SÖS) unter dem Titel Stuttgart 21 kann gestoppt werden! - Wir sagen wie! im Verwaltungsgebäude des Bezirksamts Bad Cannstatt sind etwa 150 Bürgerinnen und Bürger gekommen. Dieser Zulauf zeigt gerade auch nach dem Urteil des Landgerichts letzten Donnerstag, das den Teilabriß des Hauptbahnhofs absegnete, daß die Hoffnung der Stuttgart 21-Befürworter, mit Gewalt Fakten schaffen zu wollen, ins Leere läuft: Statt daß die Bürgerinnen und Bürger sich entmutigt zurückziehen, werden sie entschiedener und entschlossener, Widerstand zu leisten.
Nach dem Vortrag von Gangolf Stocker kam es dann auch zu einer angeregten Diskussion im Publikum, in der viele Vorschläge gemacht wurden, mit welchen Aktionen der Widerstand gegen Stuttgart 21 ausgeweitet werden kann. Vielfalt und Kreativität waren die herausragenden Kennzeichen dieser Vorschläge, denn viele sind bemüht, sich nach dem Maß ihrer Kräfte in den Widerstand gegen Stuttgart 21 einzubringen.
Um allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Bad Cannstatts die Möglichkeit zu geben, sich aktiv an Aktionen gegen Stuttgart 21 zu beteiligen, ist eine Bad Cannstatter Aktionsgruppe gegen Stuttgart 21 gegründet worden, für die sich während der Veranstaltung 40 Bürgerinnen und Bürger eingetragen haben. Diese Aktionsgruppe wird überlegen, wie sie eigene Aktionen gestalten kann und die Aktionen des Bündnisses gegen Stuttgart 21 unterstützen kann, beispielsweise die Montagsdemos und die landesweite Demo am 10. Juli 2010 im Mittleren Schloßgarten.
Das erste Treffen der Aktionsgruppe findet am Freitag, den 28. Mai 2010 um 19 Uhr in der Helfergasse 5 statt. Auch Bürgerinnen und Bürger, die an der Veranstaltung letzten Freitag nicht teilnehmen konnten, sind herzlich eingeladen, nächsten Freitag zu kommen.
Ursel Beck, Die Linke, Ortsgruppe Bad Cannstatt
Dieter Laube, SÖS, Bad Cannstatt