Im Freiburger Stadtteil Beurbarung, dort befindet sich viele bezahlbare Wohnungen, sollen privatisiert werden. Die Firma SüdWERT möchte Wohnungen der GAGFAH zusammen mit den Grundstücken, die noch der Stadt gehören, kaufen. Statt zu verkaufen wäre es sinnvoller, wenn die Stadt Wohnungen zurückkaufen würde, um günstigen Wohnraum zu erhalten.
Die Stadtratsfraktion Unabhängige Listen (UL), darunter auch LINKE-Stadtrat Lothar Schuchmann und Wohnen ist Menschenrecht (WiM) haben deshalb für vergangenen Donnerstag eine Mieterversammlung einberufen. In der Woche zuvor waren Aktivisten, darunter auch LINKE-Stadtrat Lothar Schuchmann, von Tür zu Tür gezogen um alle Mieterinnen und Mieter persönlich anzusprechen.
Die Mieterversammlung war mit über 40 Anwesenden gut besucht. Zu Beginn informierten die anwesenden Stadträte über den aktuellen Stand der Dinge. So soll der Grundstückserlöß zwei bis drei Millionen betragen, für die Wohnungen werdem neun Millionen Euro veranschlagt. Geld, daß der oder die Käuferin natürlich wieder erwirtschaften muss. Zu erwarten sind teure Sanierungen, die die Mieten nach oben treiben werden. Annette Brox von "Wohnen ist Menschenrecht" (WiM) wies auf die Bedeutung von bezahlbarem Miet-Wohnraum für die breite Mehrheit der Bevölkerung hin, insbesondere für die ärmeren Mitbürger. Ziel von WiM ist es, bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und zusätzlichen zu schaffen und zudem Verkauf und Privatisierung von Mietwohnungen mit allen Mitteln zu verhindern.
In der Diskussion wurde auf mangelhafte Sanierungsanstrengungen von SüdWERT bei früher von dieser Gesellschaft erworbenen Wohnungen hingewiesen. Dabei wurde auch geklärt, dass die "Sozialcharta" aus dem Jahr 2004, in dem die GAGFAH die Woh-nungen von der Deutschen Rentenversicherung erworben hatte, bereits 2014 ausläuft.
Die Versammlung beschloß eine Resolution gegen den drohenden Verkauf.