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17. Januar 2012 Meldung

Zur Bekanntgabe des Unworts des Jahres 2011 erklärt Sebastian Lucke, Landessprecher der linksjugend [‘solid] Baden-Württemberg...

 „Ohne Zweifel gehört der Begriff „Dönermorde“ zu den Schlagwörtern des vergangenen Jahres, welches symptomatisch für eine Entwicklung in der heutigen Gesellschaft steht, stattfindende politisch motivierte Straftaten zu entpolitisieren und im Sinne des kapitalistischen Burgfriedens zu verharmlosen. So stellt die Reduzierung der bundesweit stattgefundenen Gewalttaten des eindeutig neofaschistischen Netzwerkes NSU eine neue Qualität der Desinformation und Meinungsmanipulation der Bevölkerung durch die Medien und die etablierte Politik dar.“

Lucke weiter: „ Solche Umdeutungen neofaschistischer Straftaten dürfen in Zukunft nicht länger hingenommen werden, sondern müssen im Sinne eines konsequenten Antifaschismus stets unmissverständlich benannt werden. So ist der sich in Gründung befindende Untersuchungsausschuss des Bundestages in dieser Angelegenheit der einzig richtige Schritt in Richtung lückenloser und transparenter Aufklärung dieser Vorfälle. Mindestens genauso wichtig ist es aber auch entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen. Dies bedeutet in erster Linie das Verbot aller neofaschistischen Parteien, Organisationen und Verbände weiter voran zu treiben, sich mit allen aktiven AntifaschtInnen zu solidarisieren, eine andauernde wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Neofaschismus zu betreiben und vor allem die bundesweite Förderung von antifaschistischen und antirassistischen Initiativen und Projekten wiederaufzunehmen.“