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3. November 2011 Meldung, KV Stuttgart, Aktiv vor Ort

500 ZuhörerInnen bei Gregor Gysi in Stuttgart

Der große Saal im Gewerkschaftshaus platzte aus allen Nähten. Dutzende weitere Zuhörer verfolgten auf den Rängen gespannt den Abend. Beim Auftakt der LINKEN zur Volksabstimmung über das "Stuttgart 21-Kündigungsgesetz" herrschte kämpferische Stimmung.

Nachdem die Beiträge der LINKEN-Abgeordneten Michael Schlecht, Ulrich Maurer und Heike Hänsel bereits mit viel Applaus quittiert wurden, begeisterte Gregor Gysi die Zuhörer mit einem ausführlichen Vortrag zur Aushöhlung der Demokratie durch die Wirtschaftsmacht großer Konzerne, die sowohl bei Stuttgart 21 als auch in der globalen Finanzmarktkrise ihren Ausdruck finde. Unter viel Zwischenapplaus erklärte der Fraktionschef der LINKEN im Bundestag wortgewand, dass es dieselbe Politik sei, die zur Befriedigung ihrer Profitinteressen Stuttgart 21 durchdrücken wolle und in ganz Europa die Profite der Banken über die Interessen der Mehrheit der Menschen stelle. Deshalb sei die Bewegung gegen Stuttgart 21 - der Aufstand der Schwaben - zum bundesweiten Vorbild auch für den Widerstand gegen andere Großprojekte und die Herrschaft der Finanzmärkte über die Menschen geworden.

Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN forderte alle Zuhörer auf, sich jetzt im Wahlkampf gegen Stuttgart 21 zu engagieren. Die Baden-Württemberger sollten dafür sorgen, dass die Volksabstimmung ein Erfolg werde und den Anfang vom Ende des Milliardengrabs Stuttgart 21 einleite. Gysi warnte jedoch davor, den Widerstand nach dem Abschluss des Volksentscheids einzustellen. Der Kampf müsse unter allen Umständen weitergehen, auch wenn das Quorum nicht erfüllt werden sollte.

Der Auftaktkundgebung folgen zahlreiche Veranstaltungen der LINKEN in ganz Baden-Württemberg.