"Jahrelang wurden die Beschäftigten unter miserabelsten Arbeitsbedingungen mit Hungerlöhnen abgespeist", so Kreisvorstandsmitglied Uta Spöri, " jetzt droht ihnen der Verlust des Arbeitsplatzes! Entsprechend ihrem niedrigen Lohn wird die Arbeitslosenunterstützung noch niedriger ausfallen! Für viele, vorwiegend Frauen, droht der Fall in die Armut!"
DIE LINKE fordert die zuständigen Schlecker-Insolvenzverwalter auf, die Filialen zu erhalten: "Hunderte von Tante-Emma-Läden, gerade im ländlichen Raum, mussten in den letzten Jahren dem Konkurrenzdruck des Schleckerimperiums weichen. Jetzt besteht die Gefahr, dass in vielen kleinen Gemeinden die einzigen Läden vor Ort geschlossen und viele der 30.000 Beschäftigten entlassen werden. Das wäre katastrophal", so Uta Spöri weiter.
DIE LINKE unterstützt die Forderung der Gewerkschaft ver.di, der Ehinger Firmenpatriarch solle sein milliardenschweres Privatvermögen einsetzen, um das angeschlagene Unternehmen zu sanieren! Es kann nicht sein, dass die Folgen eines Missmanagements allein die Beschäftigten ausbaden müssen!
"Darüber hinaus müsse man über ein neues Insolvenzrecht nachdenken, das nicht zuerst die Kapitaleigentümer bediene, Tarifverträge kündige und die Beschäftigten im Regen stehen lasse", so Uta Spöri abschließend.