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8. August 2010 Pressemitteilung, KV Tübingen, Aktiv vor Ort

„Schwabenstreich“ in Tübingen – „Stuttgart 21“ ist überall!

Bernhard Strasdeit, Landesgeschäftsführer

Der Tübinger Kreisvorstand der Linken ruft die Tübingerinnen und Tübinger dazu auf,  gegen dieses unverantwortliche Milliardenprojekt mit Pfeifen, Kochdeckeln und anderen Instrumenten am Montag, 9. August um Punkt 19 Uhr auf der Tübinger Neckarbrücke zu protestieren.

Der Landesgeschäftsführer und Kreisrat Bernhard Strasdeit kritisierte, dass die Kostenschätzungen inzwischen im Intercity-Takt steigen und von der Landesregierung und Bahn jahrelang Gutachten geheim gehalten wurden, die die Fehlplanungen offenbaren: „Stuttgart 21 gefährdet den Ausbau des Regionalverkehrs, die notwendige Elektrifizierung der Bahn in der Fläche und die Taktung für die Berufspendler gerade auf der Gäubahn und der Strecke Sigmaringen – Tübingen – Stuttgart.“

Emanuel Peter, Kreisvorstand und Stadtrat in Rottenburg, sieht die Gefahr in einer Umverteilung von notwendigen Investitionen in den Ausbau der Kitas, Schulsanierungen und den Umweltschutz zugunsten von Prestigeprojekten: „Verarmung und soziale Spaltung der Bevölkerung nehmen bei uns zu, besonders der Kinderarmut. Hier macht die Landesregierung seit Jahren keinen Finger krumm.  Aber Mehrkosten von 900 Mio. Euro für S-21 sind für Mappus eine ‚überschaubare Größe’. Das ist blanker Zynismus!“ Deshalb unterstützt  DIE LINKE  den Aufruf des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21, überall im Land am Montag um 19 Uhr einen „Schwabenstreich“ zu begehen,  denn Stuttgart 21 betrifft die Zukunft von ganz Baden-Württemberg.