Am 1. September wird in Heilbronn traditionell von Gewerkschaft und Friedensbewegung der Antikriegstag begangen.
Neben dem offiziellen Programm gab es Informationen zur Kampagne TATORT Kurdistan. Zum diesjährige Antikriegstag gab es einen bundesweiten Aktionstag der Kampagne. Ziel der Aktion war, die Verantwortung und die Rolle deutscher Unternehmen und der Bundesregierung im türkisch-kurdischen Konflikt sichtbar zu machen. In den 1990er Jahren wurden Panzer und andere Waffen aus DDR-Beständen der Türkei geschenkt. Die Türkei ist auch im neuen Jahrtausend mit über 15% noch immer wichtigster Abnehmer deutscher Rüstungsexporte, neben Leopard II Panzern sind das vorallem Schusswaffen, wie die G3-Gewehre und MP5 Maschinenpistolen.
Diese Waffen wurden und werden auch im Konflikt in den kurdischen Gebieten der Türkei benutzt. In den 1990er Jahren wurden tausende von Dörfern zerstört, hunderttausend Menschen waren auf der Flucht. Aber auch heute ist die Situation in den kurdischen Provinzen weiterhin zugespitzt. Kurdische Parteien werden regelmäßig verboten, ihre Politiker und Anhänger oftmals verhaftet. Amnesty Internationel findet es besorgniserregend, dass die Bundesregierung der Türkei Kleinwaffen und Panzer trotz des anhaltenden Konflikts in den kurdischen Gebieten liefert.
Auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag, gab die Regierung im Juni 2010 zu, dass sie keine vertraglichen Zusicherungen habe, die der türkischen Regierung verbiete, die gelieferten Waffen, Munition und Rüstungsgüter auch bei internen Konflikten und bei grenzüberschreitenden Militäraktionen zu verwenden.