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30. März 2017 Aktiv vor Ort, Position, KV Tübingen

Strobls Abschiebewahn schadet dem Mittelstand

Strobls Abschiebewahn schadet dem Mittelstand. Nicht nur die IHK Reutlingen fordert, dass Geflüchtete während ihrer Ausbildung und mindestens zwei Jahre danach ein Bleiberecht erhalten: Geflüchtete und Unternehmen brauchen Planungssicherheit. Bauunternehmerin Beate Meier (Eichstetten) hatte jahrelang Fachkräfte gesucht. Jetzt wurde ihr Mitarbeiter Jaiteh aus Gambia über Nacht nach Italien abgeschoben. Gegen diesen „Irrsinn“ rief sie zum Protest auf. In zwei Wochen unterstützten sie 60 Betriebe aus allen Branchen. Die Firma Häfele in Nagold bildet 12 Geflüchtete aus, zwei von ihnen sollen jetzt abgeschoben werden. Für ihr Integrationskonzept hat das Landratsamt Tübingen die Firma als bundesweites Leuchtturmprojekt gerade gelobt. Die IHK Schwaben droht der bayrischen Staatsregierung wegen der Abschiebungen, den Integrationspakt zu kündigen. Denn ein Drittel der Azubis sind Afghanen.

Mit 668 Menschen aus 42 Nationen in den ersten zwei Monaten 2017 versucht Strobl, einen Spitzenplatz als herzloser Hardliner zu erobern. Mit dem Feigenblatt der „sorgfältigen Einzelfallprüfung“ trotten die Grünen hinterher. Strobl schädigt massiv die Integrationsleistungen von Firmen und Ehrenamtlichen. Selbst wenn Geflüchtete in ihr (zerstörtes) Heimatland zurückkehren, können sie als Fachkräfte wertvolle Aufbauleistung erbringen und damit Fluchtursachen eindämmen. Dagegen arbeiten Abschiebungen dem IS in die Hände – in Tunesien hat er 5.000 junge Arbeitslose rekrutiert. Noch Fragen, Herr Strobl?