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9. Mai 2017 Meldung, KV Stuttgart, Aktiv vor Ort

Der 17.Mai, Tag gegen Homophobie

Laura Halding-Hoppenheit

Gleichgeschlechtliche Liebe ist so alt wie die Menschheit selbst. Doch noch immer steht Homosexualität in mehr als 70 Ländern unter Strafe. 

Seit 2004 gilt der 17. Mai als internationaler Tag gegen Homophobie. Betroffene weisen dann öffentlich auf die Diskriminierung hin, der Schwule, Lesben oder Transsexuelle vielerorts noch immer ausgeliefert sind. Der Termin wurde im Hinblick auf den 17. Mai 1990 gewählt - damals beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen.

Weil die Homophobie in neuen Gewändern erscheint, ist dieser Tag wichtiger denn je, die Homophobie ist noch längst nicht überwunden. Auf der einen Seite sieht man einen statistischen Rückgang der Homophobie, auf der anderen Seite erscheint die Homophobie verändert und unauffälliger, wie mit der „Demo für alle“, oder konservative Gruppen / Parteien, welche von „Gender-Ideologie“ sprechen und vermeintlich Kinder schützen wollen. Auf einmal ist es nicht mehr die Abneigung gegenüber Homosexualität die gezeigt wird, es ist die Glorifizierung von Heteronormativität, welche in sich wieder andere Gruppen, die nicht Hetero sind ausschließt.

Viele heutige Erwachsene sind noch mit dem Schwulenparagraphen 175 aufgewachsen, der bis 1994 Sex zwischen Männern unter Strafe stellte, deshalb ist es noch wichtiger, am 17. Mai auf die Straße zu gehen und diesen Tag zu einer Erinnerung werden zu lassen, dass alle politischen Fraktionen, es als Ziel haben sollten diese Menschen, welche ungerecht verurteilt und unmenschlich behandelt wurden, zu rehabilitieren.

Am 17.05.2017 macht die AG Queer von DIE LINKE. Stuttgart Infostände in Bad Cannstatt und auf dem Schloßplatz, um auf diesen Tag aufmerksam zu machen.

Laura Halding-Hoppenheit, Gemeinderätin in Stuttgart in der Fraktionsgemeinschaft SÖS-LINKE.-PluS, Mitglied im Sozial und Gesundheitsausschuss sowie im internationalen Ausschuss.