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20. Mai 2010 Meldung, LAG Europa

Portes ouvertes - Tausende strömten durch das Europaparlament

Am neunten Mai, kurz nach zehn Uhr öffneten sich die Tore des europäischen Parlaments in Straßburg für die zahlreich erschienen Bürger und Bürgerinnen. Viele nahmen die Gelegenheit wahr und nutzten den verregneten Sonntag um die Arbeitsplätze der Abgeordneten näher zu betrachten. Einige Länder hingegen nutzten die Möglichkeit sich einem breiten Publikum zu präsentieren.  Ganz besonders Ungarn hatte schon Stände und eine Folkloretanzgruppe im Innenhof des EU – Parlaments.  

Im Innern präsentierten sich die Fraktionen des Parlaments mit ihren Ständen. Die Bürgerlichen und Liberalen veranstalteten eine Materialschlacht, bei der nichtssagende Comics und Tragetaschen mit Sternchen und natürlich das Markenzeichen der Liberalen, der Euro, wenn auch nur als Schlüsselanhänger, unter das Volk gebracht wurden. Die Liberalen waren Nachbarn der GUE/NGL (auf deutsch Vereinte Europäische Linke/Nordisch Grüne Linke). Dem europäischen Gedanken folgend kamen wir mit unseren Nachbarn ins Gespräch. Nach ihren Aussagen lohnte sich der Materialaufwand nicht. Kaum jemand unterhielt sich mit den Liberalen über die Europapolitik.

Die wahrhaft europäische Truppe (drei Franzosen, zwei Deutsche, ein Ire) die den Stand der GUE/NGL betreute, hatte gut zu tun die Fragen der Passanten zu beantworten. Die Griechenland – Krise, die inzwischen völlig aus dem Ruder zu laufen droht, Die Dienstleistungsrichtlinie und die mangelnde Macht des europäischen Parlaments, waren die vorherrschenden Themen der Diskussionen.

Überraschend besuchte Jerzy Buzek (EU-Parlamentspräsident EVP, Europäische Volkspartei) und lobte die Fraktion dafür, dass alle Materialien in mehreren Sprachen angeboten wurden.

Insgesamt betrachtet war es eine gelungene Präsentation der Fraktion mit dem Nebeneffekt, dass die internationale Vernetzung der Linken auf  europäischer Ebene etwas vorwärts kam.