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30. September 2014 Pressemitteilung, MdB Michael Schlecht

Eurokrise holt langsam Baden-Württemberg ein

“Auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg wird es langsam kritisch. Die Arbeitslosigkeit ist zum Vorjahresmonat sogar gestiegen. Über 400.000 Menschen sind in Baden-Württemberg arbeitssuchend” kommentierte Michael Schlecht die September Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für Baden-Württemberg. Der baden-württembergische Bundestagsabgeordnete und wirtschaftspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE weiter:

“Baden-Württemberg ist besonders abhängig von der Exportwirtschaft. Die schwache Konjunktur außerhalb der Eurozone und die durch Merkel’s Kürzungspolitik erzeugte Schwächung der südliche Eurozonenländer drücken auf die Exporte, das trifft am Ende den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg. Was wir brauchen ist eine Stärkung der Binnennachfrage. Mehrjährige Lohnsteigerungen von jeweils vier bis fünf Prozent sind nötig. Diese können durch eine Stärkung der gewerkschaftlichen Durchsetzungsmacht und der Tarifautonomie erreicht werden. Erforderlich sind dazu ein konsequentes Verbot von Leiharbeit und sachgrundlosen Befristungen, die konsequente Verhinderung des Missbrauchs von Werkverträgen sowie die Abschaffung des Zwangssystems Hartz IV. Zusätzlich müssen die Gewerkschaften bestimmen können, dass Tarifverträge in den jeweiligen Branchen für alle Unternehmen gelten. Dafür sollten sich Kretschmann und Schmid im Bund stark machen. Denn fast die Hälfte der Beschäftigten arbeitet bundesweit nicht mehr unter dem Schutz eines Tarifvertrags.”

mehr Infos unter: Michael Schlecht, MdB