DIE LINKE. Landesverband Baden-Württemberg


13. Januar 2012 Pressemitteilung, Landesvorstand

Bildungsministerin offenbart elitäres Denken - EINE GUTE SCHULE FÜR ALLE, statt exklusive Bildungschancen an Gymnasien

Gregor Mohlberg, Mitglied im Landesvorstand

"Anlässlich der Veröffentlichung der Übergangszahlen an weiterführende Schulen offenbart die Ministerin ihr elitäres Bild vom Bildungswesen und wird dadurch selbst zu einer der Ursachen der bestehenden Ungerechtigkeiten im Bildungswesen", so Gregor Mohlberg, Mitglied im Landesvorstand der LINKEN.

Die Bildungsministerin wird auf dem Landesportal Baden-Württemberg wie folgt
zitiert:

'Es muss uns nachdenklich stimmen, wenn fast ein Fünftel der Eltern die Empfehlungen fürs Gymnasium nicht ausnutzen. Dadurch bleiben Bildungschancen und Talente ungenutzt'
http://www.baden-wuerttemberg.de/de/Meldungen/263371.html

"Wer sich so äußert geht davon aus, dass Bildungschancen und Talente nur an den Gymnasien richtig gefördert werden. Das Gymnasium hat in den letzten Jahren aufgrund eines immer härteren Konkurrenzkampfes der SchülerInnen im Zusammenspiel mit den Interessen ihrer Eltern eine vollkommen überhöhte Stellung eingenommen. Politisch hat das dazu geführt, dass Haupt- und Realschulen personell, strukturell und finanziell im Schatten der Gymnasien vor sich hindümpeln. Zusätzlich wird auch von der Politik - und hier der Ministerin - ein Bild geschaffen von Haupt- und Realschulen als Resteschulen", so Gregor Mohlberg weiter.

"Den ungerechten Folgen dieser Entwicklung kann nur mit einem klaren Bekenntnis zum Konzept EINE GUTE SCHULE FÜR ALLE entgegengewirkt werden. Die Idee vom längeren gemeinsamen Lernen ist pädagogisch und sozialpolitisch richtig. Das Konzept EINE SCHULE FÜR ALLE funktioniert aber nur, wenn nicht parallel das Gymnasium fortbesteht und damit auch ein elitäres Verständnis von Bildung", so Gregor Mohlberg abschließend.

Quelle: http://www.die-linke-bw.de/nc/politik/presse/detail/artikel/bildungsministerin-offenbart-elitaeres-denken-eine-gute-schule-fuer-alle-statt-exklusive-bildungs/