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5. September 2017 Meldung, MdB Karin Binder

Der etwas andere Atikriegstag in Kehl und Strasbourg

DIE LINKE. Ortenau und MdB Karin Binder begingen den Antikriegstag am 01.09.17 einmal ganz anders.

NIE WIEDER KRIEG - NIE WIEDER FASCHISMUS - FÜR EIN EUROPA DER RESISTANCE

- Freundschaft unter den Völkern statt Wettrüsten, Waffenexporte und weltweiter militärischer Intervention.

Unter diesem Motto traf sich DIE LINKE. Ortenau mit KollegInnen von ver.di und der VVN, mit französischen FreundInnen von la France Insoumise, der erfolgreichen "Widerstands-Bewegung" um Jean-Luc Melanchon, und den GenossInnen unserer Schwester Parti de Gauche auf der "Passerelle des deux rives" jener modernen Fußgängerbrücke die Kehl mit Strasbourg verbindet, zu einer Kundgebung mit anschließendem  Picknick.

Mit dabei waren u.a. LINKE Landesvorstandsmitglied Elwis Capece und die Strasbourger Kandidatin von la France Insoumise, Christine Kaidi, sowie viele unserer französischen GenossInnen, wie Jean-Claude Val, Stéphane Wagner, Daniele Settelen  und viele andere.

Bei Baguette, Käse und Rotwein und anderen mitgebrachten Leckereien gab es unter den mehr als 50 TeilnehmerInnen einen munteren Austausch. Die vergangenen Wahlen in Frankreich mit all ihren Konsequenzen und die bevorstehende Bundestagswahl kamen auch zur Sprache. Der bevorstehende Angriff Macrons auf die Arbeitsbedingungen und Sozialsysteme in Frankreich spielte dabei natürlich eine große Rolle. Einig waren sich die Menschen auf der Brücke: Grenzen verlaufen nicht zwischen Ländern und Völkern sondern zwischen OBEN und UNTEN, und deshalb lassen wir UNTEN uns nicht gegeneinander ausspielen und in neuen Kriegen gegeneinander aufhetzen. Wir müssen gemeinsam Widerstand leisten gegen unsoziale Politik. Deshalb unterstützen wir die Proteste in Frankreich am 12.09.17 gegen die Vorhaben von Macron.

Paul Bauer, Vorsitzender der Kehler LINKEN ging in seiner kurzen Ansprache auf die historischen Zusammenhänge von Antikriegstag und dem heutigen Treffen auf der „Passerelle“ ein: „Die Städte Kehl und Strasbourg waren in jedem Krieg der neueren Zeit, vorrangiges Angriffsziel der jeweiligen Militärstrategen im Kampf um die Vormachtstellung und Sicherung der Rheinhäfen und dem Fluss als wichtigster Transportweg aller Waren und Güter zwischen Basel und Rotterdam. Für die Stadt Kehl und ihre BewohnerInnen bedeutete dieses Vorgehen seit 1871 jedesmal die Verwüstung oder komplette Zerstörung der Stadt verbunden mit zahlreichen Toten und Verwundeten unter der Zivilbevölkerung."