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16. November 2017 Pressemitteilung, Landespolitik, MdB Jessica Tatti

Jessica Tatti auf der Blech-Expo-Messe

Die neue Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus Reutlingen verschaffte sich einen ersten Überblick über Firmen des produzierenden Gewerbes im Landkreis.

„Bei den Unternehmen läuft es momentan gut, Arbeitsplätze scheinen nicht in Gefahr“, so ihr erstes Resümee nach dem Besuch der Messestände. „Aber alle leiden unter der schlechten Verkehrsanbindung nach Stuttgart, und dem Stadt-Land-Gefälle in der Breitband-Versorgung, das schnellstens behoben werden muss.“

Tattis Anliegen war, zügig Kontakt zu Firmen im Landkreis zu bekommen, um zu erfahren, wo sie der Schuh drückt. Herr Harald Harter von der Genkinger GmbH und Herr Steffen Hoffmann von der HPM Technologie GmbH, deren beider Firmensitz in Münsingen ist, beklagten bei den Verkehrswegen das „Nadelöhr Bad Urach“ und die unterentwickelten Internet-Verbindungen: „Große Datenmengen bei Konstruktionszeichnungen sind fast nicht zu stemmen“, so der Tenor.

Andreas Hoster von der Reutlinger Wafios AG lobte die Unterstützung der Politik vor allem des Landkreises beim firmeneigenen Kita-Projekt, kritisierte aber ebenfalls die Verkehrsanbindung. „Noch steht nicht fest, wer Verkehrsminister wird, aber ich werde das Problem thematisieren“, versprach Tatti. Ganz andere Sorgen äußerte Markus Lobe von der Kullen-Koti GmbH: Hier ging es um die Exportgeschäfte in den Iran. Made-in-Germany‘ habe dort höchsten Stellenwert, aber beim Warten auf die ewig dauernden Exportgenehmigungen ginge zu oft das Geschäft raus. Für Tatti interessant, sie fürchtet aber, dass die internationale Politik, vor allem das gestörte Verhältnis des US-amerikanischen Präsidenten zu diesem Staat im Mittleren Osten eine schnelle Lösung verhindere.

„Die Unternehmen, zumindest im Maschinenbau und in der Produktion, sind auf Expansionskurs, sämtliche bilden aus. Auf den ersten Blick ist das durchaus positiv zu bewerten. Ich werde weiterhin das Gespräch suchen und bei berechtigten Anliegen unterstützen. Wir als Linke fordern eine gerechtere Verteilung des Reichtums. Das bedeutet auch bei der Erarbeitung dessen zu unterstützen, was wir gerechter verteilen wollen“, meinte Tatti nicht ganz ohne Augenzwinkern nach dem Messe-Besuch.