Der Landesgeschäftsführer der LINKEN in Baden-Württemberg, Bernhard Strasdeit, fordert die zuständigen Schlecker-Insolvenzverwalter auf, die Filialen im ländlichen Raum zu erhalten: "Hunderte von Tante-Emma-Läden mussten in den letzten Jahren dem Konkurrenzdruck des Schleckerimperiums weichen. Jetzt besteht die Gefahr, dass in vielen kleinen Gemeinden die einzigen Läden vor Ort geschlossen und viele der 30.000 Beschäftigten entlassen werden. Das wäre katastrophal."
Strasdeit unterstützt die Forderung der Gewerkschaft ver.di, der Ehinger Firmenpatriarch solle sein milliardenschweres Privatvermögen einsetzen, um das angeschlagene Unternehmen zu sanieren: "Es kann nicht sein, dass die Folgen eines Missmanagements allein die Beschäftigten ausbaden müssen, davon viele Frauen, die im Niedriglohnsektor arbeiten."
Darüberhinaus müsse man über ein neues Insolvenzrecht nachdenken, das nicht zuerst die Kapitaleigentümer bediene, Tarifverträge kündige und die Beschäftigten im Regen stehen lasse", so Strasdeit
abschließend.