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23. August 2017 Pressemitteilung, MdB Richard Pitterle

Reichtum wird meist ererbt, selten erarbeitet

„Schwerreiche Unternehmerdynastien können nach wie vor ihre horrenden Vermögen fast steuerfrei von Generation zu Generation weiterreichen. Dafür können sie sich bei der großen Koalition bedanken, die die Wünsche der Unternehmerlobby weitgehend erfüllt und eine gerechte und verfassungsfeste Reform der Erbschaftsteuer verhindert hat“, erklärt Richard Pitterle, steuerpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zu den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Erbschaftsteuer. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland Vermögen im Wert von über 108 Milliarden Euro durch Erbschaften und Schenkungen übertragen. Die Einnahmen aus der Erbschaft- und Schenkungsteuer betrugen jedoch noch nicht einmal sieben Milliarden Euro. Pitterle weiter:

"Reichtum wird hierzulande meist vererbt und nur selten erarbeitet. DIE LINKE fordert, dass auch die Vermögendsten unserer Gesellschaft, also die, die es sich locker leisten können, einen größeren Beitrag zum Allgemeinwohl leisten. Dafür wollen wir für hohe Erbschaften die Erbschaftsteuer erhöhen und insbesondere die überzogenen Privilegien für Unternehmensvermögen abschaffen.“