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9. Februar 2017 Pressemitteilung, Landesvorstand

Industrie und Politik verschlafen Wandel in der Autobranche

Heidi Scharf

Berichte von Unternehmens- und Insolvenzberatern zufolge, werden in den nächsten Jahren bei Autozulieferern rund 100.000 Arbeitsplätze aufgrund der Entwicklung von E-Autos wegfallen. Heidi Scharf, Landessprecherin DIE LINKE Baden-Württemberg erklärt zu diesen Entwicklungen:

,,Die Politik und die Industrie verschließen seit Jahren die Augen vor der Realität. Während in asiatischen Ländern der Umbruch hin zur E-Mobilität vollzogen wird, lassen sich Ministerpräsident Kretschmann und Verkehrsminister Herrmann lieber in Gigalinern ablichten. Eine Wende in der Autoindustrie ist aus ökologischen Aspekten aber auch im Interesse der Arbeiterinnen und Arbeitern dringend nötig. Die Wirtschaft muss ökologisch und sozial umgestaltet werden. Die Menschen dürfen dabei nicht auf der Strecke bleiben. Für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fordern wir statt Arbeitslosigkeit eine Qualifizierungsoffensive und eine Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich."

DIE LINKE fordert eine gerechte Besteuerung der Superreichen, um die Mittel für Investitionen in eine ökologische Mobilitätswende und den Umbau der Infrastruktur zu erhalten. Ohne Umsteuern wird Deutschland seine Klima-Ziele verfehlen - das ist verheerend für unsere Zukunft.