Zurück zur Startseite
6. April 2017 Pressemitteilung, MdB Richard Pitterle

Mit Schokolade gegen den Pflegenotstand an den Kliniken

Solidarität mit den Pflegekräften und ver.di im Kampf gegen den Pflegenotstand: DIE LINKE verteilt heute Schoklade an den Krankenhäusern.

Mitglieder der Linken sind am (heutigen) Welt-Gesundheits-Tag in den Böblinger Kreiskliniken und bringen den Pflegekräften ein "Schoklädle". Auf Grund des Peronalnotstands in den Kliniken wollen die Pflegekräfte zusammen mit ihrer Gewerkschaft ver.di einen Tarifvertrag erstreiten, der eine zwingende Personal-Mindestbesetzung der Stationen zum Ziel hat.
"Die Politik des Bundes und des Landes haben in den letzten 15 Jahren zu einer strukturellen Unterfinanzierung geführt, und der Spardruck ergab meistens ein Sparen am Personal. Damit sind dann nicht nur die Pflegekräfte auf Dauer überarbeitet, das geht auch an die Qualität der Krankenhäuser, und das geht uns alle an. Wenn die Kolleginnen und Kollegen Druck für eine geregelte Personalbemessung machen, dann haben auch die zu Behandelten was davon. Und das können wir alle sein," sagt der Sindelfinger Bundestagsabgeordnete Richard Pitterle: "Deshalb fordere ich auch die anderen Parteien auf, die Pflegekräfte und ver.di zu unterstützen."
Die Linke im Kreis Böblingen arbeitet seit zwei Jahren am Thema Krankenhausfinanzierung: Besonders im Visier sind das herrschende Finanzierungsmodell der Fallpauschalen, das kleine und kommunale Krankenhäuser wie Leonberg und Herrenberg benachteiligt, sowie die Gesetzes-widrig unvollständige Kostenübernahme des Landes bei Investitionen und Instandhaltungen der Kreiskrankenhäuser. Pitterle sagt: "Der Tarifkampf um die Personalbemessung ist in diesem Finanzierungs-Chaos eine dringend erforderliche Notwehrmaßnahme."