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26. Januar 2012 Pressemitteilung, MdB Annette Groth

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg

Zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ am 27. Januar erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Pforzheimer Bundestagsabgeordnete, Annette Groth:

 

Am 27. Januar gedenken wir den Opfern des faschistischen Terrors. Wir müssen ihnen eine Stimme geben, um an ihr Leid und ihren Tod zu erinnern. Deshalb ist für mich der 27. Januar auch ein Tag, an dem wir die Wurzeln von Faschismus und Rassismus ansprechen müssen. Die Morde des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) zeigen deutlich, dass faschistische und rassistische Gedanken Teil unserer Gesellschaft sind.

Über 6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens wurden in den Vernichtungslagern der Nazis ermordet. Antisemitismus und Rassismus sind auch heute noch in Teilen der Gesellschaft vorhanden. Dem müssen wir offensiv entgegentreten. Ich freue mich deshalb besonders, dass in vielen Teilen Deutschlands wieder jüdische Kultur und Tradition zum Alltag gehört. Mit den Bau von neuen Synagogen in vielen Regionen Deutschlands wird dieses Leben wieder sichtbar.

Rassismus und Antisemitismus kommt aus der „Mitte der Gesellschaft“. Kein Tag vergeht, an dem Menschen wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert, beleidigt oder verfolgt werden. Fast täglich sterben Flüchtlinge an den Außengrenzen der EU, weil die „Festung Europa“ in unmenschlicher Weise diese Flüchtlinge bekämpft.

Wir müssen Rassismus als einer der Grundlagen von Faschismus bereits in den Anfängen entgegentreten. Der Schwur von Buchenwald, der am 19. April 1945 von 21 000 befreiten Häftlingen des Konzentrationslager Buchenwald geleistet wurde, ist heute noch genauso aktuell: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“