Das Stuttgarter Hauptzollamt hat auf der Baustelle des Megaprojekts Stuttgart 21 eine „verdachtsunabhängigen Prüfung“ durchgeführt. Resultat ist eine besonders hohe Quote von Verstößen im Bereich Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung, so der Sachgebietsleiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts. Es bestehen Vorwürfe zur Beschäftigung unterhalb des Mindestlohns, illegale Arbeitnehmerüberlassung zweier Firmen, Scheinselbstständigkeit in zwei Fälle und Leistungsbetrug in drei Fällen. Der Sindelfinger Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion, Richard Pitterle, lehnt das Projekt ab.
"Stuttgart 21 wird mehr Kosten verursachen als die Befürworter uns Glauben machen wollen. Um dieses Kostenproblem nicht deutlich werden zu lassen, wurden Baumaßnahmen möglichst billig vergeben. Dadurch fördert die öffentliche Hand das Lohndumping in der Baubranche. Das Ergebnis bringt nun der Zoll zu Tage, illegale Beschäftigung, Scheinselbstständigkeit und Leistungsbetrug."