Zurück zur Startseite
23. September 2011 Pressemitteilung, Landesvorstand

Südwest-LINKE fordert landesweites Programm zur Bekämpfung der Armut und Kinderarmut – Weitere Zunahme des Armutsrisikos darf nicht hingenommen werden

DIE LINKE Baden-Württemberg fordert die Landesregierung auf schnell ein flächendeckendes Programm zur Bekämpfung der Armut und Kinderarmut auf den Weg zu bringen. Die weitere Zunahme des Armutsrisikos in Baden-Württemberg dürfe nicht hingenommen werden. Bernd Riexinger, Landessprecher: „Dass in einer der reichsten Regionen der Welt mehr als  jede/r zehnte Einwohner/in von Armut bedroht ist, bleibt ein unzumutbarer Skandal. Wenn 44 Prozent der Alleinerziehenden einem Armutsrisiko ausgesetzt sind, kann das nicht länger hingenommen werden.“

"Der Landesregierung wirft DIE LINKE vor viel zu zögerlich an die Lösung dieses Problems heranzugehen. Der Forderung nach einem zügigen Ausbau der Kinderbetreuung und des kostenlosen Besuches der Kindertagesstätten komme dabei besondere Bedeutung zu. Dass die SPD an diesem Punkt ihr Wahlversprechen gebrochen habe, sei völlig unverständlich. Die starke Zunahme prekärer Arbeit, gerade in Baden-Württemberg sei eine weitere Ursache für das erhöhte Armutsrisiko. „Die Arbeitsverhältnisse müssen so beschaffen sein, dass die Menschen von ihrer Arbeit leben können“, fordert Riexinger.

Nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist der Anteil der von Armut bedrohten Menschen in Baden-Württemberg um 0,4 auf 11 Prozent gestiegen.