Zurück zur Startseite
3. Februar 2017 Pressemitteilung, Landesverband

Grüne im Land und in Stuttgart versagen bei Wohnungspolitik

Bernd Riexinger

Laut dem F+B Mietspiegelindex sind Mieten in Stuttgart um fast 50% höher als
im Rest Deutschlands. Damit belegt Stuttgart bundesweit direkt hinter
München den unrühmlichen zweiten Rang. Dazu erklärt Bernd Riexinger,
Vorsitzender der Partei DIE LINKE und Kandidat zur Bundestagswahl im
Wahlkreis Stuttgart:

„Die hohen Mieten in Stuttgart sind die direkte Folge einer völlig
verfehlten Politik von Ministerpräsident Kretschmann und Oberbürgermeister
Kuhn. Kretschmann hat im Jahr 2012 zusammen mit der SPD fast 4.000
landeseigene Wohnungen in Stuttgart an einen Immobilienhai verkauft.
Insgesamt wurden damals 21.000 Wohnungen im ganzen Land veräußert. Ein
massiver Anstieg der Mieten war die Folge, der jetzt auch zum zweiten Platz
auf der Rangliste der teuersten Städte Deutschlands geführt hat.

Der grüne OB Fritz Kuhn in Stuttgart veräußert ebenfalls fast monatlich
städtische Grundstücke und Gebäude an Investoren. Gleichzeitig fallen
jährlich 450 Wohnungen aus der Mietpreisbindung, ohne einen entsprechenden
Ausgleich zu schaffen.

Die Leidtragenden dieses grünen Versagens sind Erzieher_innen,
Polizist_innen und Familien. Wohnen ist ein Grundrecht und es darf nicht
sein, dass Menschen über die Hälfte ihres Lohns für Miete ausgeben müssen.

Wer Mieten senken und damit für alle bezahlbar machen will, muss wieder
sozialen Wohnungsbau fördern. Das geht am besten mit dem Rückkauf von
Flächen und Wohnungen durch die öffentliche Hand. DIE LINKE lehnt außerdem
jeden weiteren Verkauf von öffentlichen Grundstücken und Gebäuden ab.“