Skandalöse Leiharbeitspraktiken bei Daimler – Landtag ist gefordert
Skandalöse Praktiken im Bereich der Leiharbeit wirft Roland Hamm, Spitzenkandidaten der Partei DIE LINKE zur Landtagswahl, der Daimler AG vor.
“Bei Gesprächen am Werkstor in Stuttgart und Esslingen-Mettingen habe ich heute erfahren, dass der Konzern über den Umweg von Werkverträgen Leiharbeiter von Fremdfirmen einsetzt, die einen Stundenlohn von acht bis zehn Euro erhalten. Der Tariflohn ist bis zu drei Mal so hoch.
Um disen Skandal zu vertuschen, müssen die Kolleginnen und Kollegen für Fremdfirmen arbeiten, die Daimler zunehmend einsetzt. Damit verdrängt der Auto-Konzern zunehmend die Stammbelegschaft, deren Löhne und Gehälter tariflich gesichert sind.”
Roland Hamm fordert eine strikte Begrenzung und Regulierung der Arbeitnehmerüberlassung. “Dies fehlt im aktuellen Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen der Bundesregierung völlig. Das Prinzip ‘gleicher Lohn für gleiche Arbeit’ muss von der ersten Einsatzstunde an gelten und zwar für Männer und Frauen.
Die Partei DIE LINKE wird im neuen Landtag in einer Bundesratsinitiative dafür sorgen, dass dieser Rechtsgrundsatz endlich verwirklicht wird”, so Roland Hamm, der hauptberuflich als Bevollmächtigter der IG Metall Aalen und Schwäbisch Gmünd tätig ist.