Herrenberg - Es war eine kleine, familiäre Runde, die sich am Samstag im HerrenbergerKlosterhof zum ersten Neujahrsempfang des Ortsverbands der Partei DIE LINKE. traf, von insgesamt 14 Mitgliedern waren sieben anwesend. Willkommener Überraschungsgast: Richard Pitterle, Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzenderder Linken.
Von Marline Fetzer-Hauser
Sie hatten sich einige Mühe gegeben und ein Büfett mit Häppchen und Getränken gerichtet, in der Hoffnung, dass sich zur Premiere ihres öffentlichen Neujahrsempfangs auch einige Interessierte einfinden würden. "Wir haben gedacht, dass wir es einfach ausprobieren", erklärte trotz fehlender Besucher mit einiger Gelassenheit Monika Geiger, die Vorsitzende des Ortsverbands. Sie wies darauf hin, dass immerhin das Sommerfest der Linken vor einigen Monaten eine größere Resonanz gefunden hatte. Geiger und ihr Stellvertreter Klaus Matthäi wollen den Neujahrsempfang künftig regelmäßig veranstalten, eine intensivere Mitgliederwerbung soll diese Veranstaltung bekannter machen. "Nichtmitglieder sollen auch zu unserem monatlichen Stammtisch einfach vorbeigucken können", der finde jeden ersten Freitag im Monat im "Reiterstüble" statt, so Monika Geiger.
Sie hat den Vorsitz des 2007 gegründeten Ortsverbands im Juli vergangenen Jahres
übernommen, und erklärt dazu: "Ich finde es gut, in einer noch jungen Partei mitzumachen, die basisdemokratisch orientiert ist." Und Klaus Matthäi ergänzt, dass Mitglieder "wirklich noch etwas mitgestalten können".
Froh sei er zudem über die kompetente Vertretung des Kreisverbands Böblingen in Berlin durch Richard Pitterle, stellte er zur Begrüßung des Politikers, der seit 2009 auch im Stadtrat Sindelfingen ist, fest. Trotz der noch kleinen Mitgliederzahl des Kreisverbands von aktuell 73 habe es "Die Linke" in Sindelfingen geschafft, für den Gemeinderat eine Liste aufzustellen, erklärte Pitterle. In Herrenberg werde zwar für die nächste Wahl nach Kandidaten Ausschau gehalten, der Kreisverband konzentriere seine Kräfte aber momentan auf eine Stadt. Pitterle stellte zu seinem Überraschungsbesuch fest, es sei ihm wichtig, "die Anbindung an die Basis zu behalten".