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5. Januar 2017 Pressemitteilung, Landesvorstand, Landespolitik

Sozialminister opfert Krankenhäuser dem wirtschaftlichen Nutzen

Dirk Spöri

LINKE fordert mehr Geld für Pflege und bessere Versorgung in der Fläche

DIE LINKE Baden-Württemberg widerspricht Sozialminister Manfred Lucha bezüglich der Schließung von Krankenhäusern im Land. „Bei solchen Einschätzungen bleibt uns nur zu hoffen, dass der Herr Minister nie auf eine umfassende und flächendeckende Versorgung angewiesen ist", so Dirk Spöri, Landessprecher der LINKEN.

"Krankenhäuser müssen nicht konkurrenzfähig sein, wie es der Sozialminister fordert, sondern die Gesundheitsversorgung für alle Menschen im Land decken. Schon jetzt ist die Notarztversorgung in ländlichen Gebieten wie beispielsweise dem Hotzenwald eine Katastrophe.

Baden-Württemberg hinkt den gesetzlichen Regelungen hinterher", kritisiert Spöri die schon jetzt mangelhafte Versorgung in der Fläche. DIE LINKE sieht das größte Problem in der Unterbesetzung in der Pflege, nicht in der Zahl an Krankenhäusern. Spöri dazu: "Es ist beschämend für deutsche Kliniken, dass im Schnitt auf zehn Patienten gerade mal eine Pflegekraft zur Verfügung steht, während es beispielsweise in den Niederlanden ein Quote von 1:6 gibt. Hier ist Handlungsbedarf und hierfür braucht es eine bessere Finanzierung der Krankenhäuser."

Aktuell fordert DIE LINKE deshalb bundesweit 100.000 zusätzliche Stellen für Pflegekräfte und unterstützt die Forderungen der Gewerkschaft ver.di, die in diesem Jahr eine Auseinandersetzung für mehr Personal im Krankenhaus führen wird.

Infos und Unterschriftensammlung: www.die-linke.de/nc/100000/