Landesverband Baden-Württemberg
Pressemitteilung „Es reicht!“ - Bündnis ruft zu Sozialprotest auf dem Stuttgarter Schlossplatz auf

 

„Es reicht!“ - Bündnis ruft zu Sozialprotest auf dem Stuttgarter Schlossplatz auf

 

Kundgebung am 29. Juni um 18 Uhr auf dem Schlossplatz

Ein breites Bündnis aus sozialen Initiativen, Gewerkschaften, Mieterinitiative und politischen Gruppen ruft für Montag, den 29. Juni, um 18 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz auf.

Unter dem Motto „Es reicht!“ richtet sich der Protest gegen die geplanten Kürzungen im Sozialstaat und setzt sich für die Verteidigung des 8-Stunden-Tags ein.

Die Veranstalter kritisieren insbesondere die Pläne der Bundesregierung, im Rahmen der sogenannten Agenda 2030 bei Gesundheit, Pflege, Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Renten zu kürzen und die gleichzeitige militärische Aufrüstung in Milliardenhöhe.

„Millionen Menschen halten dieses Land jeden Tag am Laufen. Pflegekräfte, Beschäftigte in den Betrieben, Busfahrer*innen, Erzieher*innen, Rentner*innen und viele andere spüren seit Jahren steigende Preise, hohe Mieten und zunehmende Belastungen. Menschen mit Migrationsgeschichte kämpfen zunehmend mit Rassismus auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt und erleben damit noch eine weitere Ebene an Druck. Statt diese Probleme anzugehen, sollen nun weitere soziale Errungenschaften angegriffen werden. Dagegen wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen“, erklärt Mersedeh Ghazaei, Kreisvorständin der Linken Stuttgart.

Yele Sia Krammer, Pflegekraft aus dem Klinikum Stuttgart, erklärt: „Wir erleben jeden Tag, was es bedeutet, wenn im Gesundheitswesen Personal fehlt. Kolleg:innen arbeiten am Limit, Patient:innen warten länger auf Hilfe und meine Kolleg:innen verlassen erschöpft ihren Beruf. Statt endlich in Gesundheit und Pflege zu investieren, sollen nun weitere Kürzungen kommen. Deshalb gehe ich am 29. Juni auf die Straße.“

Die Kundgebung wird von verschiedenen Organisationen und Initiativen getragen. Zu den Erstunterstützern gehören unter anderem Die Linke, das Aktionsbündnis 8. März, die Mieterinitiative Stuttgart, das Aktionsbündnis für den Kopfbahnhof Stuttgart sowie die Betriebsgruppe des Klinikums Stuttgart.

Die Veranstalter erwarten Teilnehmer*innen aus sozialen Initiativen, Gewerkschaften, Mieter:innen, feministischen Gruppen, Klimabewegungen und weiteren gesellschaftlichen Bereichen.

Im Mittelpunkt der Kundgebung stehen Forderungen nach dem Erhalt und Ausbau sozialer Sicherungssysteme, Investitionen in Gesundheit, Pflege, Bildung und Wohnen sowie eine stärkere Besteuerung großer Vermögen statt weiterer Kürzungen.

„Wir lassen nicht zu, dass die Rechnung für Krisen, Aufrüstung und Steuergeschenke an Reiche von denjenigen bezahlt wird, die dieses Land jeden Tag am Laufen halten. Wenn unser Sozialstaat angegriffen wird, werden wir ihn gemeinsam verteidigen“, so Mersedeh Ghazaei.

Den vollständigen Aufruf und die vollständige Liste der aufrufenden Organisationen finden Sie unter: www.es-reicht-bw.de

Am 29. Juni, ab 17 Uhr vor Ort hinter der Bühne, und im Voraus steht Ihnen unser Pressesprecher Frederico Elwing für die Vermittlung von Interviews sowie für Fragen zur Verfügung.

 
 

Frederico Elwing
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: presse@dielinke-bw.de
Handy: 0175 / 92 74 163

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