Landesverband Baden-Württemberg
Infomail Mietenkampagne: 17.03.2022

Foto : © Roland Hägele

 

 

 

MIETEN RUNTER.

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

gestern haben wir unsere Kampagne öffentlich gegenüber vom Baden-Württembergischen Landtag vorgestellt. Vielen Dank an alle die mit dabei waren!

Jetzt geht es mit unseren Infoständen im ganzen Land los. Bis zum Housing Action Day am 26. März wollen wir unsere Forderungen ins Land tragen. Ideen für Infostände, Musterpressemitteilung, Kopierflyer mit unseren Forderungen und erstes Social Media Material findet ihr hier: https://bundescloud.die-linke.de/index.php/s/giSBDFqD6QJB4Hi

Flyer und Sticker können in unseren Büros abgeholt werden.

Denkt daran Fotos und Videos von euren Aktionen zu machen. Ladet eure Fotos und Videos bitte auch hier hoch. Wir machen daraus eine Präsentation für den Landesparteitag am 2./3. April: https://bundescloud.die-linke.de/index.php/s/SMNZmSmYqkftJ65

Schickt uns gerne eure Termine an mietenaufbruch@linke-bw.de

Seit gestern ist auch unsere Kampagnen-Webseite online: www.mieten-runter.de. Hier können wir Berichte von euren Aktionen vor Ort veröffentlichen. Schickt uns daher gerne eure Berichte und Fotos! Danke an Katja Weber für die blitz-schnelle und wunderbare Gestaltung der Webseite!

Tretet auch unserer Telegram-Gruppe bei: Hier könnt ihr Termine und Fotos von euren Aktionen teilen: https://t.me/+uq7Bf-wAE48zMzVi

Solidarische Grüße

Sahra, Luigi und Lisa für den Kampagnenrat

   
 

Kampagnenstart

 

Luigi Pantisano und Sahra Mirow: Wohnraum ist keine Ware!

Wir haben gestern unsere Kampagne in Stuttgart, gegenüber vom Baden-Württembergischen Landtag, gestartet. 10 Tage vor dem Housing Action Day machen wir deutlich, es braucht Wohnraum für Menschen, nicht für Profite! Deshalb fordern wir einen Mietenstopp für sechs Jahre, mehr sozialen, klimagerechten und barrierefreien Wohnraum, Grund und Boden in öffentliche Hand und Housing First: Schnelle Hilfen für Menschen in Notlagen.

Landessprecherin Sahra Mirow erklärt: „Die Mieten explodieren im ganzen Land, Löhne und Gehälter aber nicht. Die steigenden Mieten treiben damit die soziale Spaltung im Land voran. Hier wird auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter kräftig umverteilt hin zu den großen Wohnkonzernen und ihren Aktionären. Damit muss endlich Schluss sein. Wir fordern von der Landesregierung, dass sie endlich konsequente Maßnahmen ergreift, um die Mieterinnen und Mieter zu entlasten!“

Luigi Pantisano, stellv. Landessprecher, fährt fort: „In Stuttgart sind die Bestandsmieten zwischen 2015 und 2020 um 22,5 Prozent gestiegen, in Freiburg sogar um 26,32 Prozent. Gleichzeitig bringen die zusätzlich steigenden Lebensmittel- und Energiepreise die Menschen zur Verzweiflung. Da kann die Landesregierung nicht einfach wegschauen. Wir erwarten, dass sich die Landesregierung für einen bundesweiten Mietenstopp einsetzt.“

Sahra Mirow macht aber auch deutlich, dass ein Mietenstopp, der die Mieten für die nächsten sechs Jahre einfriert, nicht ausreicht. „Die Mieten sind schon jetzt zu hoch,“ sagt Sahra Mirow. DIE LINKE fordert daher sozialen, barrierefreien und ökologischen Wohnungsbau und Grund und Boden in öffentlicher Hand. „Städte wie Wien, die sich der Privatisierung von Wohnraum entgegengestellt haben, zeigen, dass Mietwohnungen in öffentlicher Hand der richtige Weg für bezahlbares Wohnen sind,“ ergänzt Luigi Pantisano.

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Ich finde keine Wohnung.

 

Aynur Karlikli: "Ich finde keine Wohnung."

Die Mieten explodieren seit Jahrzehnten: Schuld daran ist eine Politik, die auf Privatisierungen setzt, gemeinnützigen Wohnraum billig verscherbelt hat - wie vor 10 Jahren die 21.500 landeseigenen Wohnungen der LBBW-Bank, die jetzt Wohnungskonzernen wie Vonovia gehören - und nicht gegen Leerstand und Zweckentfremdung vorgeht. Wir blicken auf diejenigen, die sich die Mieten nicht mehr leisten können. Die Sorge um Mieterhöhungen reicht mittlerweile bis in die Mitte der Gesellschaft. Mit Aynur, Ellen und Anna haben wir die Kampagne gestern mit drei Ich-Botschafterinnen gestartet: "Ich finde keine Wohnung", "Ich bin hier aufgewachsen. Ich will hier nicht weg.", "Ich kann mir keine Mieterhöhung leisten". Diese Botschaften stehen für die Sorgen und Nöte von Millionen von Menschen in Baden-Württemberg, von Menschen mit Migrationsgeschichte, von Renter*innen, von Facharbeiter*innen, von Alleinerziehenden oder Menschen mit Behinderung. Bis zum Landesparteitag werden wir mit weitern Ich-Botschaften an die Öffentlichkeit gehen. Danke an alle, die sich beteiligen!

Aynur berichtet davon, wie schwer es als Frau mit Migrationshintergrund ist, überhaupt eine Wohnung zu finden: „Der Wohnungsmarkt ist von Rassismus geprägt. Wer sich mit einem ausländisch klingenden Namen auf eine Wohnung bewirbt, bekommt häufig nicht mal eine Antwort. Es darf nicht sein, dass im Jahr 2022 immer noch so viele Migrant*innen sagen: Ich finde einfach keine Wohnung.“

 

Weitere Termine

 

19.3. interaktive Infostände in den Kreisverbänden

26.3. Housing Action Day

Nächster Kampagnenrat: 12.4., 18 Uhr.

 
 

Impressum

Die Linke Baden-Württemberg
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Telefon: 0711 / 24 10 45
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