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Presse


Castortransport vom November 2020 war möglicher Auslöser für Superspreder bei der Polizei

Michel Brandt, MdB

Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zum Castortransport Anfang November 2020 erklärt Michel Brandt, Bundestagsabgeordneter aus Karlsruhe:

"Bis zu 790 Polizistinnen und Polizisten könnten sich nach dem Castortransport vom Sellafield nach Biblis im November 2020 mit dem Corona-Virus infiziert haben. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion 'Castor-Transport von Sellafield nach Biblis im November 2020' (Bundestagsdrucksache 19/26325) hervor."

Michel Brandt weiter: "Im Nachgang des Einsatzes wurden nur 195 Einsatzkräfte auf CoV-2 getestet, davon fielen 14 Tests positiv aus, also 7,2%. Hochgerechnet auf die 11.000 Einsatzkräfte könnten sich also bis zu 790 Beamt*innen mit dem gefährlichen Virus angesteckt haben. Während die Bundesregierung uns allen im Lockdown starke Kontaktbeschränkungen abverlangte, lief der Castortransport, als gäbe es keine Pandemie."

Nach Angaben der Bundesregierung wurden auf dem Höhepunkt der 2. Corona-Welle 11.000 Polizist*innen, davon 5.650 Bundespolizist*innen und 550 Polizeivollzugsbeamt*innen aufgeboten, um den Castortransport zu schützen. Auf die Frage, warum der Castortransport auf dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie mit teils über 20 000 Neuerkrankungen je Tag durchgeführt wurde, antwortet die Bundesregierung, dass die notwendige Beförderungsgenehmigung für sechs Behälter am 31. Dezember 2020 auslief und eine erneute Verschiebung des Transportes erhebliche genehmigungsrechtliche Folgen und im Vereinigten Königreich umfangreiche und hochkomplexe technische Verfahren zur Folge gehabt hätte.

Michel Brandt hierzu: "Der Brexit lässt grüßen. Ich erwarte von der Bundesregierung, dass der Schutz von Menschenleben Vorrang vor einem möglichen Mehraufwand für Genehmigungen hat. DIE LINKE fordert die Aussetzung aller Atommülltransporte."


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