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Presse


Das Bildungschaos muss endlich beendet werden!

Sahra Mirow, Spitzenkandidatin

DIE LINKE. Baden-Württemberg kritisiert Kultusministerin Eisenmann für ihre Untätigkeit in der Pandemie. Sahra Mirow, Spitzenkandidatin der LINKEN und Gökay Akbulut, Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Mannheim, fordern auf der heutigen Pressekonferenz der LINKEN. Baden-Württemberg, dass die Zeit jetzt genutzt werden muss, damit die Voraussetzungen geschaffen werden, um in einen Schulbetrieb übergehen zu können, sobald die Infektionszahlen wieder zurückgehen. Sie kritisieren, dass das Land als Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht an den Schulen nicht nachkommt.

“Das Bildungschaos muss endlich beendet werden! Die kommenden Wochen müssen genutzt werden, damit Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern Planungssicherheit haben,” so Mirow.

Mirow erläutert: “Es ist richtig, dass die Schulen jetzt nicht öffnen. Aber es ist nicht nachvollziehbar, dass Kultusministerin Eisenmann die Verantwortung für die Entscheidung an Ministerpräsident Kretschmann abgibt. Es war bereits im Sommer absehbar, dass eine zweite Welle kommen wird. Entsprechende Maßnahmen wurden aber nicht ergriffen. Daher muss jetzt die Zeit bis zum 31. Januar dringend genutzt werden, um die Schulen mit Luftfiltern auszustatten. Es kann nicht sein, dass Milliarden an Lufthansa gehen, aber dann kein Geld für unsere Schulen da sein soll. Wir müssen die Lehrkräfte schützen. Bei den Impfungen müssen Lehrkräfte höher priorisiert werden.”

Da die Bildungschancen in Deutschland viel zu sehr vom Bildungshintergrund der Eltern abhängen, fordert Mirow eine Entlastung und gezielte Förderung der Schüler*innen. Analog zu einem Solidarsemester an den Universitäten fordert DIE LINKE ein Nulljahr an den Schulen: “Die Bildungsungleichheit verstärkt sich durch den Fernunterricht. Schüler*innen zu entlasten und zu fördern, ist daher eine wichtige soziale Frage. Wir setzen uns deshalb für ein Nulljahr ein: Wir müssen alles tun, damit die Schüler*innen viel lernen können. Aber dieses Schuljahr darf nicht benotet werden und in diesem Jahr darf niemand sitzen bleiben.”

Gökay Akbulut bekräftigt diese Forderungen und berichtet von Gesprächen in ihrem Mannheimer Wahlkreis mit Lehrkräften, dem Gesamtelternbeirat und dem Landesmedienzentrum: “Frau Eisenmann ist in der Umsetzung der Schutzmaßnahmen im gesamten Bildungsbereich gescheitert. Die Kommunikation mit den Lehrkräften und Eltern in den letzten Monaten war mehr als mangelhaft. Ich kann Rücktrittsforderungen daher nachvollziehen.”

Akbulut erläutert: “Die 40 Millionen, die von der Landesregierung zur Verfügung gestellt wurden, sind einfach unzureichend. So können nicht alle Klassenzimmer mit Luftfilteranlagen ausgestattet werden. Kindertagesstätten wurden bisher überhaupt nicht berücksichtigt. Das Land muss in so einer Krise als Arbeitgeber beispielhaft sein. Es kann nicht sein, dass das Lehrpersonal noch immer nicht ausreichend mit FFP2 Masken ausgestattet ist. Das Land muss hier mit positivem Beispiel voran gehen! Es muss ein besserer Arbeitgeber werden, um mehr Fachpersonal zu gewinnen. Grundschullehrkräfte müssen endlich nach A 13 entlohnt werden. Um dem Personalmangel kurzfristig entgegenzusteuern, hätte Frau Eisenmann Lehramtskandiat*innen schneller ins Referendariat lassen können. Aber sie ist auch bei der Personalfrage untätig geblieben.”

Akbulut ergänzt: “Viele Schüler*innen aus benachteiligten Familien werden abgehängt. Die digitale Infrastruktur an den Schulen ist nicht gegeben, aber auch in vielen Familien fehlt es an Endgeräten und WLAN. In meinem Wahlkreis berichten viele Schüler*innen, dass sie sich bei McDonalds oder Burger King treffen mussten, um ihre Hausaufgaben zu machen, weil sie zu Hause kein WLAN haben. Diese Situation ist untragbar!”


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