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Presse


Ein Jahr nach Attentat in Hanau – Forderung nach einem Untersuchungsausschuss

Gökay Akbulut, MdB

„Vor einem Jahr haben Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi, Fatih Saraçoğlu beim rassistischen Attentat ihr Leben verloren. Wir werden Sie nie vergessen“ kommentiert Gökay Akbulut den bevorstehenden Jahrestag.

„Die Trauer und Wut sind nach einem Jahr unverändert groß. Den Familien und ihren Angehörigen wurden nicht nur ihr Liebsten genommen, sondern auch die Möglichkeit zu trauern. Denn das Versagen der Behörden ist beispiellos, der respektlose und rassistische Umgang durchzieht den Tatabend sowie die Ermittlungen. Noch immer fehlen angemessene und vollständige Aufklärung und Verurteilung. Das ist würdelos für diesen rassistischen Anschlag, der sich in Deutschland in die Reihe von rechten, rassistischen und islamfeindlichen Taten einreiht.“  

Akbulut weiter: „Das Attentat hätte verhindert werden können. Denn die Behörden unterschätzen nach wie vor systematisch die Gefahr von rechten Tätern, die sich oft sogar selbst den Behörden mit ihren kruden und rassistischen Theorien präsentieren. Ein Jahr danach gibt es zu viele offene Fragen und Beispiele für institutionellen Rassismus im Vorgehen:

Wie konnte es passieren, dass die Behörden den Totenschein des verstoreben Sohnes, aus Versehen, auf den Namen des Vaters ausgestellt. Wurden die Mitarbeiter entlassen? Aus Opfern wurden Täter gemacht. Nach der Rückkehr des Vaters des Mörders nach Hanau wurden Gefährderansprachen der Opfer und Überlebenden durchgeführt. Wurden die Mitarbeiter entlassen? Wie kann es sein, dass die Familien Strafanzeige stellen mussten, um Ermittlungen über den verschlossenen Notausgang in Gang zu setzen? Im Bundestag hat es bis jetzt weder eine zweite Sondersitzung des Innenausschuss zu Hanau gegeben noch Bemühungen für einen Untersuchungsausschuss auf Bundesebene. Das Attentat von Hanau ist Ergebnis rassistischer Hetze und die mangelhaften Aufklärungen machen deutlich wie tief verankert Rassismus in dieser Gesellschaft ist."


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