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Presse


Heike Hänsel MdB

Freiwillige Appelle zur Produktion von medizinischer Schutzkleidung reichen nicht

Die Tübinger Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Heike Hänsel, fordert von der Landesregierung Baden-Württemberg eine Anweisung der Produktion von Schutzausrüstung gegen die Corona-Epidemie: „Angesichts nach wie vor fehlender Schutzkleidung für Ärzte und Pflegepersonal in Baden-Württemberg und über 600 Corona-Infektionen bei medizinischem Personal, reichen freiwillige Appelle der Landesregierung auf Umstellung der Produktion nicht aus. Ministerpräsident Winfried Kretschmann muss jetzt sofort handeln. Es ist überfällig, dass die Landesregierung die Produktion von ausreichend Schutzkleidung und Atemschutzmasken an baden-württembergischen Industriestandorten anweist.

Wenn in Pflegeheimen, wie zum Beispiel Baden-Baden, bereits Pflegekräfte kündigen aufgrund fehlender Schutzausrüstung sind dies unhaltbare Zustände. Dasselbe gilt für Kliniken und Krankenhäuser, die auf eine Maskenpflicht fürs Pflegepersonal verzichten, schlichtweg weil es nicht genügend Atemschutzmasken gibt. Zum Glück hat die Kassenärztliche Vereinigung auch durch eigene Aktivitäten und ein eigenes Logistikzentrum die ambulante medizinische Versorgung der Praxen für diese und nächste Woche aufrechterhalten können, ihre Lager sind nun aber nach eigenen Aussagen leer. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen stehen vor ähnlichen Problemen. Auch die Gewerkschaft ver.di fordert, wo technisch möglich, die Umstellung der Produktion auf medizinisch benötigte Güter.“

Die Bundestagsabgeordnete zur Rolle Baden-Württembergs dazu weiter:
„Dabei hätte gerade Baden-Württemberg mit einer der bundesweit höchsten industriellen Dichte ausreichend Kapazitäten zur Umstellung der Produktion auf die lebenswichtigen medizinischen Güter. Der Bedarf an Schutzkleidung und Atemschutzmasken ist über unser Bundesland hinaus gewaltig. Laut AOK-Bundesverband benötigen allein die niedergelassenen Ärzte in Deutschland in den kommenden Monaten mehr als 100 Millionen Schutzmasken, hinzu kommen Kittel, Brillen und Einweghandschuhe. Besonders die hier angesiedelten Rüstungsfirmen könnten dabei noch einen wichtigen Beitrag zur zivilen Konversion leisten. Statt Waffen fürs Töten zu produzieren, könnten Rüstungsfirmen einen gewichtigen Beitrag dazu leisten, jetzt Menschleben zu retten.“


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Claudia Haydt
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