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Presse


Grundschulempfehlung ist ein Irrsinn des letzten Jahrhunderts

Sahra Mirow, Landessprecherin

Die baden-württembergische Bildungsministerin Eisenmann (CDU) hat in einer Stellungnahme bemängelt, dass nach ihrer Einschätzung „zu viele Kinder im Südwesten auf weiterführende Schulen gehen, die nicht ihren Leistungen und Fähigkeiten entsprechen“. Deshalb bezeichnet sie die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung als Fehler.

Sahra Mirow, Landessprecherin DIE LINKE. Baden-Württemberg erklärt:

„Die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung war richtig und eine der wichtigsten Beschlüsse von der grün-roten Landesregierung. Mit der verbindlichen Grundschulempfehlung wurden Kinder und Eltern schon ab der 3. Klasse von Seiten der Lehrer*innen und Schulen unter massiven Druck gesetzt. Die Selektion nach der 4. Klasse diente meist dazu, Kinder von bildungsfernen Haushalten vom Gymnasium fernzuhalten. Das ging vor allem zu Lasten der Kinder von Arbeiter*innen und Migrant*innen. Das System der Grundschulempfehlung ist ein bildungspolitischer Irrsinn des letzten Jahrhunderts.

Damit Kinder entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert werden, muss das baden-württembergische Bildungssystem grundlegend reformiert werden. Bildungsexperten sprechen sich seit vielen Jahren für längeres gemeinsames Lernen von Kindern bis zur 6. Klasse aus. Erst danach sollten Kinder auf weiterführende Schulen gehen - entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten. Neben dem Gymnasium braucht es flächendeckend Gemeinschaftsschulen, mit der Option auf das Abitur. Zusätzlich müssen dringend mehr Lehrer*innen eingestellt werden und nach skandinavischem Prinzip in Klassen zwei Lehrer*innen eingesetzt werden. So können alle Kindern entsprechend gefördert werden.“


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