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Presse


Hilferuf aus der Praxis: Das Land muss für die Logopädie die Corona-Verordnung ändern!

Jessica Tatti, MdB

Viele Logopädinnen und Logopäden in Baden-Württemberg sind verunsichert. Die neue Landes-Corona-Verordnung vom 8. März stellt eine unlösbare Hürde für sie dar. Aus den Praxen kommen Hilferufe: Regelungen sind so nicht umsetzbar.

Hintergrund: Logopädische Behandlungen erfolgen ausschließlich auf ärztliche Überweisung und sind damit medizinisch notwendig. Logopädinnen und Logopäden behandeln Sprech-, Stimm-, Schluck- und Sprachstörungen. Die neue Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 8. März sieht vor, dass Patientinnen und Patienten bei der logopädischen Behandlung entweder eine FFP2-Maske tragen oder einen tagesaktuellen Corona-Schnelltest vorweisen müssen. Beides ist in der Praxis nicht oder nicht immer umsetzbar. Bei logopädischen Behandlungen ist es meist unabdingbar das Mundbild zu betrachten. Das ist mit FFP2-Maske schlicht nicht möglich. Auch arbeiten Logopädinnen und Logopäden oft mit Menschen mit Behinderungen, psychischen Störungen oder mit alten und zum Teil bettlägerigen Menschen. Schnelltests seien hier ihren Angaben zufolge oft nicht durchführbar. Es bestehe die Gefahr, dass medizinisch notwendige Behandlungen abgebrochen oder aufgeschoben werden. Gleichzeitig drohen den Logopädinnen und Logopäden bei Verstoß gegen die Verordnung bis zu 25.000 Euro Strafe.

Dagmar Wolf und Julian Stöcker von der Logopädie-Praxis Wolf in Bretzfeld kritisieren, wie seitens der Landesregierung mit ihnen umgegangen wird: „Es kann nicht sein, dass man durch Zufall von neuen Verordnungen und Teststrategien erfährt und sich offizielle Stellen, wie das Gesundheitsamt, nicht verantwortlich fühlen. Man wird immerzu auf die Corona-Hotline verwiesen. Wir fühlen uns im Stich gelassen.“

Jessica Tatti, MdB DIE LINKE, fordert eine sofortige Änderung der Verordnung:

„Die Landesregierung muss die Verordnung dringend überarbeiten, damit die Logopädinnen und Logopäden in Baden-Württemberg ihrer wichtigen Arbeit planungssicher nachgehen können. Logopädische Behandlungen dürfen nicht schlechter gestellt werden als z.B. der Zahnarztbesuch. Es ist nicht hinnehmbar, dass für Patientinnen und Patienten derartige Hürden aufgebaut werden, eine medizinisch notwendige Behandlung zu bekommen.“


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