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Presse


Mehr Fälle von Rassismus – von denen wir wissen

Gökay Akbulut, MdB

„Es ist unerträglich, dass die Fälle von Rassismus im letzten Jahr um 10 Prozent gestiegen sind. Dabei spiegelt die offizielle Zahl der Antidiskriminierungsstelle nur den Bruchteil wider, der überhaupt gemeldet wird. Die Dunkelziffer ist mit Sicherheit wesentlich höher.“ kommentiert Gökay Akbulut, Sprecherin für Migration und Integration der Linksfraktion im Bundestag, den Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Im Jahr 2019 bestätigt der heute veröffentlichte Bericht einen Anstieg von 10 Prozent der Fälle von Rassismus in Deutschland.

„Rassismus ist ein weltweites Problem, das jede Gesellschaft durchzieht. Hierzulande heizt die AfD seit einigen Jahren bewusst mit ihrer rassistischen Hetze gegen Geflüchtete und Einwanderer das politische Klima auf. Alltäglicher Rassismus sowie die brutale Polizeigewalt, die wir zuletzt beim Mord an George Floyd in den USA gesehen haben, kostet Menschen das Leben.

Die weltweiten BlackLivesMatter-Proteste, sind ein historischer Wendepunkt, denn selten erfahren Menschen, die Rassismus und Diskriminierung erleben, so viel öffentliche Solidarität. Das ist weltweit einmalig, aber das sollte erst der Anfang sein. Ich fordere daher nicht nur den Begriff der „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu streichen, sondern auch mehr Förderung für Rassismus-Prävention. Außerdem brauchen wir dringend eine unabhängige Beschwerdestelle mit geschultem Personal bei der Polizei.

Viele Menschen unserer Gesellschaft, denen der Zugang zu Bildung, Arbeit oder dem Wohnungsmarkt extremerschwert wird, tauchen mit ihren alltäglichen Rassismus-Erfahrungen in dieser Statistik gar nicht erst auf.“ so Akbulut.

„Wir als LINKE kämpfen für unsere vielfältige Gesellschaft, die durch ihre Diversität nicht Bedrohung sondern Bereicherung für uns alle ist! Rassismus kann nur mit einem ganzheitlichen und umfassenden Konzept bekämpft werden. In der Bildung muss früh mit der Sensibilisierung für Rassismus begonnen werden. Diese Sensibilisierung muss dann bei Arbeitgebern, Medienredaktionen, in der Politik sowie bei Sicherheitskräften zum klaren antirassistischen Handeln führen.“


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