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Presse


Nicht Lohnforderungen sind das Problem, sondern Konzerne, die sich schamlos bereichern.

Elwis Capece

DIE LINKE. Baden-Württemberg hält die Forderung der IG Metall nach einer deutlichen Lohnsteigerung in der Metall- und Elektrotarifrunde 2022 für gerechtfertigt. Die Landespartei kritisiert die Landesregierung für eine arbeitnehmerfeindliche Politik. Am Wochenende hatte sich Ministerpräsident Kretschmann als Reaktion auf den Fachkräftemangel im Land im „Mannheimer Morgen“ für eine Erhöhung der Arbeitszeit ausgesprochen.

Elwis Capece, Landessprecher der LINKEN. Baden-Württemberg, erklärt: „Es ist völliger Unsinn immer wieder die Verlängerung der Arbeitszeit ins Spiel zu bringen. Ministerpräsident Kretschmann beweist erneut, dass die Landesregierung nicht auf der Seite der Beschäftigen im Land steht. Anstatt jetzt einen rhetorischen Angriff auf Arbeitnehmer*innen-Rechte zu fahren, sollte sich die Landesregierung eindeutig hinter die Forderungen der IG Metall in der anstehenden Tarifrunde stellen. Fachkräftemangel löst man mit guten Arbeitsbedingungen und nicht durch den Abbau von Arbeitnehmer*innenrechten!“

Die IG Metall fordert sieben bis acht Prozent mehr Lohn. „Angesichts der steigenden Inflation, ist das mehr als gerechtfertigt. Die Unternehmen stehen gut da. Mercedes-Benz hat im ersten Quartal 2022 einen Gewinnzuwachs von 19 Prozent erzielt. Dass wir alle den Gürtel enger schnallen müssen, ist doch ein Märchen der Unternehmer“, erklärt Elwis Capece.

Mit Blick auf die Bundespolitik ergänzt Alexander Relea-Linder, Mitglied im Landesvorstand und Gewerkschafter: „Wenn Kanzler Scholz jetzt Einmalzahlungen statt Lohnsteigerungen ins Spiel bringt, ist das ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Die Menschen im Land brauchen schnelle Hilfen, denn viele wissen schon heute nicht, wie sie ihren Kindern am Ende des Monats noch ein warmes Essen auf den Tisch stellen können. Aber wir dürfen Beschäftigte nicht gegeneinander ausspielen. Nicht die Lohnforderungen sind das Problem, sondern Konzerne, die sich schamlos an der Krise bereichern. Diese Konzerne müssen wir zur Kasse bitten. “

DIE LINKE fordert eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne. Gewinne, die im Vergleich zum Vorjahr mehr als 10 Millionen Euro angestiegen sind, sollen zusätzlich mit 25 Prozent besteuert werden, so der Vorschlag der Linksfraktion im Bundestag.


Kontakt & Presseanfragen

Claudia Haydt
Landesgeschäftsführerin

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Lisa Neher

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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