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Presse


Reformbereitschaft der Schulen wird ausgebremst - LINKE beklagt Bildungspolitik als geheime Kommandosache

Sybille Stamm, Landessprecherin

Enttäuscht zeigt sich Sybille Stamm, Sprecherin der LINKEN in Baden-Württemberg, von der neuen Landesregierung: „Frau Warminski-Leitheußer trägt mehr zur Verwirrung unter den Schulen bei als zur Ermutigung der Reformbereitschaft.“ Fatal sei nicht nur die Ablehnung der Modellschule Ravensburg durch das Kultusministerium, sondern vor allem die vorschnelle Begrenzung der möglichen Reformschule in der Öffentlichkeit. „Bei  weniger als einem Prozent der Schulen und dort nur den 5. Klassen kann von einem wirklichen Bildungsaufbruch nicht die Rede sein. Die neue Landesregierung betreibt bisher die gleiche Politik der Schein-Reformen wie die alte. Die LINKE  fordert eine Schulentwicklungsplanung, die innerhalb von 2 Jahren allen Fünftklässlern und innerhalb von 5 Jahren allen Schülern bis Klasse 10 den Besuch einer wohnortnahen Gemeinschaftsschule ermöglicht.“ Nur so könne es zudem Planungssicherheit für die Kommunen geben.

Bei den Klassengrößen blieben SPD und Grüne sogar hinter den Versprechungen von Mappus zurück, der eine Klassenhöchstzahl von 28 angekündigt hatte. Diese Zahl solle nun nur noch für die neuen Gemeinschaftsschulen gelten, während andere und ärmere Bundesländer hier schon längst Höchstschülerzahlen von 22 haben. Die versprochene Individualisierung und Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit lassen sich mit solchen Bedingungen nicht verwirklichen. 25 Schüler seien genug, fordert DIE LINKE.

An den Realschulen erwartet die Linkspolitikerin gar eine erhebliche Verschlechterung der Situation, da durch den Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung mehr Schüler mit Förderbedarf in die Realschulen drängen würden, ohne dass dort zusätzliche Förderressourcen vorhanden seien.

Katastrophal sei, dass eine Schulpolitik betrieben werde, die eher einer geheimen Kommandosache gleiche als dem versprochenen neuen Politikstil. Schulen, Eltern  und sogar die Schulverwaltung würden in keiner Weise in Planungen und Entscheidungen einbezogen.


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Claudia Haydt
Landesgeschäftsführerin

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