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LAG Bildungspolitik

Die LAG Bildungspolitik ist der Zusammenschluß der BildungspolitikerInnen und bildungspolitisch Interessierten im Landesverband Baden-Württemberg. Die LAG organisiert Bildungsveranstaltungen, fachspezfische Kongresse und unterstützt die Entwicklung inhaltlicher Positionen rund um die Bereiche frühkindliche Erziehung, Schule, Aus- und Weiterbildung und Hochschulen.

Kontakt - LAG SprecherInnen:

Sabine Skubsch sabine.skubsch@viacanale.de
Erhard Korn lag-bildung@kabelbw.de

Neues aus der LAG Bildung


Hauptschulsterben im Kreis - Linke fordert vernünftige Schulplanung

Nur noch wenige Eltern haben im Bottwartal und im Kreis Ludwigsburg ihre Kinder an Haupt- und Werkrealschulen angemeldet. In einer Sitzung des OV Marbach-Bottwartal der Linken wurde die Beendigung der Zwangszuweisung zu Schularten einhellig begrüßt, befürchtet werden unter den gegebenen Bedingungen aber gravierende Nachteile für viele Eltern und Schüler.

Die Hauptschulen stellten für die CDU-Regierungen stets das Rückgrat einer wohnortnahen Schulversorgung dar, weitergehende Planungen hat es nicht gegeben. Obwohl erst vor zwei Jahren mit Großbottwar und Murr zwei Gemeinden ihre Hauptschule verloren haben, ist nun auch die Zukunft der Hauptschulen in Steinheim und Oberstenfeld nicht mehr gesichert.

Gleichzeitig ändere sich die Schülerzusammensetzung an den Realschulen, die nun von Schülern mit einer noch größeren Leistungsspreizung besucht würden. Dabei seien sie allerdings viel schlechter mit Fördermöglichkeiten versorgt als Hauptschulen und Gymnasien.

Faktisch seien die Realschulen zu Gemeinschaftsschulen geworden. Daher müssen sie einerseits so gut ausgestattet werden, dass sie die heterogene Schülerschaft auch angemessen fördern können. Hierzu seien mindestens die Förderkapazitäten der Hauptschule notwendig (10 Poolstunden). Zudem müssen die Realschulen durch Fortbildungen massiv unterstützt werden bei der Entwicklung von Konzepten zur individuellen Förderung sowohl der schwächeren als auch derjenigen Schüler, die eine Gymnasialempfehlung erhalten haben. Sollte dies nicht gelingen, so Linken-Sprecher Walter Kubach, wir es nicht zu mehr Chancengerechtigkeit, sondern zu „Abschulungen“ und Schulfrust kommen.

Auch die Einrichtung von G9 in Marbach und Beilstein verlange solche Konzepte, da sonst eine Abwanderung begabter Schülern von den Realschulen drohe und diese in 10 Jahren dort stünden, wo vor 10 Jahren die Hauptschulen standen.

Linken – Kreisrat Peter Schimke forderte, dass der Landkreis aktiv wird und Landrat Dr. Rainer Haas Gesprächskreise zur regionalen Schulentwicklung einrichtet, in denen Nachbarkommunen, Schulamt und Schulen eine zukunftsfähige Standortplanung betreiben.

Schimke regte an, an geeigneten Werkrealschulstandorten Außenstellen von Realschulen einzurichten. So können einerseits eine wohnortnahe Schulversorgung und eine vernünftige Nutzung von Gebäuden erreicht werden, andererseits könnten durch Kooperation der Lehrkräfte künftige Gemeinschaftsschulen vorbereitet werden.