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Presse


Der 9. November ruft zum Handeln gegen Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auf

Sahra Mirow, Landessprecherin

DIE LINKE. Baden-Württemberg erinnert an die Reichspogromnacht vom 9. auf 10. November 1938 und gedenkt den Opfern antisemitischer Gewalt. Die Partei ruft dazu auf, das Gedenken als Aufruf zu verstehen, sich gegen jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu stellen.

Sahra Mirow, Landessprecherin der LINKEN. Baden-Württemberg, sagt dazu: „Der 9. November ist eine Mahnung und ein Aufruf, sich gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu stellen. Der Tag mahnt uns, dass aus Worten, Hetze und aus Hetze Gewalt bis hin zur staatlich angeordneten Vernichtung werden kann. Heute steigt die Zahl der Angriffe auf Jüdinnen und Juden. 2021 erreichte die Zahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland einen Höchststand. Rechte und faschistische Gruppen und Parteien haben in diesen Tagen der Krise und ökonomischen Unsicherheit in ganz Europa wieder Zulauf. Wer Rechtsextremismus und Faschismus bekämpfen will, darf vom Kapitalismus nicht schweigen. Die ökonomische und soziale Ungleichheit nimmt ein immer krasseres Ausmaß an. Diese Ungleichheit spaltet unsere Gesellschaft und ist der Nährboden für Hass und Hetze.“

Elwis Capece, Landessprecher der LINKEN. Baden-Württemberg, erläutert: „Der 9. November ist ein Aufruf zur Solidarität. Wir dürfen nicht wegschauen, wenn in Deutschland wieder regelmäßig Unterkünfte für Geflüchtete brennen, wenn Verschwörungsmythen verbreitet werden, wenn Gewalt gegen Jüdinnen und Juden in Deutschland wieder zunimmt und Queerfeindlichkeit wächst. Wir müssen Antisemitismus, Rassismus, Frauen- und Queerfeindlichkeit in jeder Situation widersprechen und entschieden entgegentreten.
Der Tag ist auch ein Aufruf, das Problem an der Wurzel zu packen und soziale Ungleichheit zu bekämpfen. Armut können wir nur bekämpfen, wenn wir uns mit denen anlegen, die sich an der Arbeit, den Mieten und der Gesundheit anderer bereichern. Dafür braucht es eine Politik für gute Löhne, eine gerechte Besteuerung, gute Gesundheitsversorgung und bezahlbare Mieten, die große Konzerne in die Schranken weist und öffentliche Daseinsvorsorge dem Markt entzieht. Antifaschistische Politik heißt auch, kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen sicherzustellen.“

Kontakt & Presseanfragen

Claudia Haydt
Landesgeschäftsführerin

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Lisa Neher

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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