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Luigi Pantisano zum Stuttgart 21-Lenkungskreis

Luigi Pantisano, Fraktionsvize und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, erklärt zum heutigen S21 Lenkungskreis:

"Palla kündigt eine schonungslose Analyse der Fehler für zukünftige Projekte an, aber das S21-Desaster ist noch lange nicht vorbei und es gilt jetzt noch vermeidbare Fehler zu korrigieren. Solange die oberirdischen Gleisflächen preisgegeben werden, steuert der Verkehrsknoten Stuttgart sehenden Auges auf den Zusammenbruch zu. Ein neuer Eröffnungstermin soll im Sommer 2026 kommen, völlig unrealistisch angesichts der aktuellen Missstände und Unklarheiten. Hier hat sich ganz offensichtlich Nopper und die Stadt Stuttgart durchgesetzt, denn Stuttgart 21 war für sie nie ein Bahnprojekt, sondern ein Immobiliengeschäft auf Kosten eines funktionierenden Bahnhofs.

Palla handelt richtig, wenn sie nichts unangetastet lässt: Sie hat die historische Chance, Ehrlichkeit in dieses Projekt zu bringen und weiteren Schaden abzuwenden. Irrationale und unwirtschaftliche Vorhaben wie der Pfaffensteigtunnel dürfen nicht weiterverfolgt werden. Ich habe Frau Palla zu einem gemeinsamen Gespräch mit dem Bündnis gegen S21 eingeladen – sie wäre die Erste, die tatsächlich Verantwortung übernehmen würde. Ein echtes Zeichen der Ehrlichkeit wäre es, sich an einen Tisch zu setzen und die katastrophalen Fehlentscheidungen zu benennen. Es bleibt abzuwarten, ob sie diese Chance ergreifen wird."