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Wohnarmutsschock im Ländle - Landesregierung muss Mietwahnsinn stoppen

Zur heute veröffentlichten Studie „Mieten fressen Einkommen“ des Paritätischen Gesamtverbands erklärt Kim Sophie Bohnen, Spitzenkandidatin der Linken Baden-Württemberg zur Landtagswahl:

„Der Mythos vom durchweg wohlhabenden Baden-Württemberg ist heute endgültig geplatzt. Die Studie legt eine erschütternde soziale Realität im Südwesten offen: Wenn man die explodierenden Wohnkosten berücksichtigt, sind in unserem Bundesland nicht 1,5 Millionen, sondern über 2,2 Millionen Menschen arm.

Das bedeutet: 742.000 Menschen in Baden-Württemberg gelten offiziell als nicht arm, rutschen aber durch ihre hohe Miete faktisch unter das Existenzminimum. Das entspricht beinahe der gesamten Einwohnerzahl von Stuttgart und Heidelberg zusammen. Diese Menschen tauchen in keiner Statistik der Landesregierung auf, obwohl sie am Ende des Monats kaum noch Geld für Essen, Kleidung oder Teilhabe haben. 

Fast jeder fünfte Mensch in Baden-Württemberg (19,9 Prozent) lebt in Wohnarmut. Die bisherigen Landesregierungen tragen eine Mitverantwortung für diese Eskalation. Sie hat diese Entwicklung ignoriert und den privaten Wohnungskonzernen das Feld überlassen. Die Lösung für dieses Problem liefert unser Sofortprogramm ‚Menschen zuerst - Bezahlbare Miete jetzt‘.  Darin fordern wir zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eine Bundesratsinitiative für einen Mietendeckel, die Gründung einer Landeswohnbaugesellschaft für den jährlichen Bau von 20.000 neuen Sozialwohnungen sowie eine konsequente Bekämpfung von Leerstand.“